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Geprüfte Sicherheit für Elektrogeräte und deren Installationen. Mit dem E-Check lassen sich nicht nur horrende Kosten einsparen. Auch in puncto Sicherheit stellt die Elektrogeräteprüfung einen essentiellen Faktor dar. Alles Wissenswerte rund um das Thema E-Check hält der nachfolgende Ratgeber bereit.

Was genau ist der der E-Check?

Beim E-Check handelt es sich um die normgerechte und anerkannte Prüfung von elektrischen Anlagen und sämtlichen Geräten im Haus. Dabei wird geprüft, ob sich die im Haus befindlichen Anlagen und Geräte in einem ordnungsgemäßen Zustand befinden. Diese Prüfung geschieht im Rahmen der jeweils festgelegten VDE-Bestimmungen. Wird während der Elektrogeräteprüfung ein einwandfreier Zustand festgestellt, wird dieser anhand einer entsprechenden Prüfplakette bestätigt. Außerdem wird der Zustand der überprüften Geräte und Anlagen dokumentiert und in einem detaillierten Prüfprotokoll festgehalten. Werden zu behebende Mängel festgestellt, werden diese ebenfalls im Prüfprotokoll dokumentiert.

Welchem Zweck dient der E-Check?

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und das betrifft auch Elektrogeräte und deren Installationen. Hier können Risikofaktoren in Erscheinung treten, welche keinesfalls zu unterschätzen sind:

– Isolationsfehler
– Schlechte Kontakte
– Überholte Sicherheitsverteiler

Diese und viele weitere Mängel können zum einen für überflüssige Kosten sorgen und zum anderen eine Gefahr für die eigene Gesundheit darstellen.

Was genau wird beim E-Check untersucht?

Im Rahmen der Elektrogeräteprüfung wird eine Vielzahl an Faktoren unter die Lupe genommen. Darunter zum Beispiel:

– Fehlerstromschutzschalter
– Elektroinstallationen
– Schutzeinrichtungen in der Verteilung
– Personenschutzautomaten
– Ortsfeste elektrische Geräte
– Aktenvernichter
– Kopierer
– Herde
– Kaffeemaschinen
– Bildschirme
– Drucker
– Computer
– TV / Hi-Fi / Video
– Kontroll- und Sicherheitssysteme
– Präsentationstechnik
– Konferenztechnik
– Schutzeinrichtungen für Überspannungen und Blitzschläge
– Arbeitsplatzbeleuchtung

beim E Check

Wer führt den E-Check durch?

Hier gibt es verschiedene Firmen, welche sich darauf spezialisiert haben, den E-Check gemäß den aktuellen geltenden Richtlinien durchzuführen. Mit der E+Service+Check GmbH haben Sie einen zuverlässigen und zertifizierten Partner an Ihrer Seite!

Mit welchen Kosten muss ich beim E-Check rechnen?

Hier lässt sich leider keine pauschale Aussage treffen, da sich die Kosten zum einen nach der Anzahl der Geräte und zum anderen nach der Größe der Anlage richten. Außerdem spielt der Umfang der Beratungsleistung eine Rolle, wenn es um die Kosten für den E-Check geht. Der Service lässt sich zudem erweitern und muss sich nicht zwangsläufig auf den Bereich der Sicherheit beschränken. So können sich Kunden auch zum Thema Komfort und Energieeinsparungen beraten lassen.

Warum sollte ich meine Geräte prüfen lassen?

Man kann von elektronisch betriebenen Geräten nicht erwarten, dass diese ohne Wartung ein Leben lang uneingeschränkt funktionieren. Dafür wird auch niemand eine Garantie aussprechen. Wer nicht kalkulierbare Sicherheitsrisiken und daraus resultierende Folgekosten vermeiden will, sollte seine Geräte und Anlagen regelmäßig überprüfen lassen. Wer seine Geräte vorsätzlich nicht prüfen lässt, begeht eine Straftat.

Wie kann ich mit der Überprüfung Kosten einsparen?

Mit der Überprüfung aller Anlagen und Geräte lassen sich unangenehme Überraschungen vermeiden, indem es gar nicht erst zu hohen Reparaturkosten kommt. Ist dennoch ein Schadensfall erkennbar, lässt sich der korrekte Zustand mittels Elektrogeräteüberprüfung bestätigen. Zudem kann im Zuge der Überprüfung eine Energieberatung in Anspruch genommen werden, welche ebenfalls der Kosteneinsparung dient. Beispielsweise lassen sich mit Geräten der neuesten Generation zum Teil 30 bis 50 Prozent der Energiekosten einsparen.

Wie verhält es sich mit den Versicherungen?

Immer mehr Versicherungen erkennen die offiziell geprüfte Dokumentation für Elektroinstallationen an. Kunden, welche einen E-Check durchführen lassen, profitieren deshalb immer häufiger von Prämienvorteilen, weil das Risiko für Blitzschläge, Brände und Überspannungen mit der Elektrogeräteprüfung auf ein Minimum reduziert wird. Die Prüfung bietet somit einen Vorsprung in puncto Sicherheit, welcher sich in den Prämien der Versicherungen widerspiegelt.

Erkennen auch Gerichte den E-Check an?

Auch privat genutzte Gebäude wie Wohnungen und Häuser sind seit dem 1. Oktober 1997 nicht mehr von der Prüfpflicht ausgeschlossen. Mit dieser Novellierung besteht zwar keine ausdrückliche Rechtspflicht für Privatkunden, jedoch verweisen die Gerichte im Schadensfall auf bestimmte Richtlinien. Beispielsweise die VDE-Norm. Der E-Check erlangt damit eine besondere Bedeutung für:

– Hausverwaltungen
– Mieter
– Wohnungseigentümer
– Wohnungsbaugesellschaften

Dies hat den einfachen Hintergrund, dass die Einhaltung technischer Vorschriften mit der Dokumentation schwarz auf weiß nachgewiesen werden kann und damit vor unerwünschten Überraschungen schützt. Damit besteht im Ernstfall die Möglichkeit, potenzielle Schadensersatzansprüche abzuweisen.

Wie kann ich den durchgeführten E-Check nachweisen?

Der Zustand aller geprüften Anlagen und Geräte wird im entsprechenden Prüfprotokoll dokumentiert. Sofern sich alle überprüften Elemente im ordnungsgemäßem Zustand befinden, wird die E-Check-Plakette ausgehändigt, welche den entscheidenden Beweis liefert, dass die Elektroprüfungen durchgeführt wurden.

Wieso können ohne Prüfung Schäden in Milliardenhöhe entstehen?

Jährlich werden in Deutschland Milliardenschäden verzeichnet, welche sich auf schlechte Kontakte, veraltete Installationen, Isolationsfehler, überholte Sicherungsverteiler, Blitzeinschläge und Überspannungen zurückführen lassen. In einem Zeitraum von 10 Jahren ist der Blitz in Deutschland über 400.000-mal eingeschlagen. Im Jahr 1994 summierte sich die Anzahl der Schäden allein durch Blitzeinschläge auf 56.540 Vorfälle. Diese Schäden und die daraus resultierten Reparaturkosten hätten sich mit einer DGUV 3 Prüfung vermeiden lassen können.

VDE 0701: Was bedeutet das?

VDE ist die Abkürzung für „Verband der Elektro- und Informationstechnik“. Dieser Verband hat Bestimmungen erarbeitet, mit denen Unfälle und Beschädigungen verhindert werden sollen. Die Deutsche Industrienorm VDE 0701 definiert die Pflicht, elektrische Anlagen und Geräte prüfen zu lassen.

Was bedeutet Prüfung ortsveränderlicher Geräte?

Bei der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel handelt es sich um die Überprüfung von elektrischen Geräten, welche im Rahmen des Betriebes neu positioniert, also einfach bewegt werden können. Das betrifft insbesondere:

– Verlängerungsleitungen
– Typische Haushaltsgeräte
– Geräteanschlussleitungen
– Elektrowerkzeuge

beim E Check

Was bedeutet DGUV?

Dabei handelt es sich um die Abkürzung für „Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung“. Diese Anstalt stellt wichtige Vorschriften bereit, welche sich rund um die Arbeitssicherheit bewegen. Zu den wichtigsten Vorschriften der DGUV zählen:

– Präventionsmaßnahmen
– Arbeitssicherheit durch Fachkräfte und Betriebsärzte
– Prüfung von Elektrogeräten
– Medizinische Vorsorge im Betrieb

Hinter der DGUV steht der Spitzenverband, welcher sich aus Unfallklassen und Berufsgenossenschaften zusammensetzt. Insgesamt werden durch die DGUV 70 Millionen Menschen versichert. Der Versicherungsschutz bezieht sich auf Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle. Beides kann durch nicht geprüfte elektrische Geräte und Anlagen ausgelöst beziehungsweise hervorgerufen werden. Wie in der obigen Aufzählung bereits aufgelistet, regelt die DGUV V3 die Prüfung aller elektrischen Geräte und Anlagen eines Betriebes.

Definition elektrischer Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3

In der DGUV Vorschrift 3 werden alle Gegenstände erfasst, welche entweder in Teilen oder als Ganzes zur Anwendung von elektrischer Energie dienlich sind. Das betrifft insbesondere die Übertragung, die Verteilung und die Verarbeitung von elektronischen Informationen. Damit sind primär Gegenstände gemeint, welche der modernen Informationstechnik dienen und Geräte, welche für die Erzeugung und Leitung von elektrischer Energie eingesetzt werden.

Für wen ist die Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 relevant?

Die Elektrogeräteprüfung bezieht sich auf alle Unternehmen mit mindestens einem Angestellten, also Arbeitgeber, denen die maximale Sicherheit ihrer Mitarbeiter am Herzen liegt, wenn es um den Umgang mit elektrischen Maschinen, Geräten und Anlagen geht.

Elektrogeräteprüfung nach DGUV Vorschrift 3: Wer darf diese vornehmen?

Sofern ein Arbeitgeber beziehungsweise ein Unternehmer die besonderen Anforderungen nicht selbst erfüllt, muss dieser Fachkräfte für den E-Check konsultieren. Dafür kommt ausschließlich Personal in Frage, welches aufgrund von entsprechender Berufsausbildungen, praktischer Erfahrungen sowie beruflicher und aktueller Tätigkeiten in der Lage ist, die Sicherheit der elektrischen Geräte und Anlagen beurteilen zu können.

Welche Sicherheiten ergeben sich aus der Prüfung im Detail?

Wurde im Rahmen der Elektrogeräteprüfung nichts beanstandet, liefert der E-Check die beruhigende Gewissheit, dass die überprüften Elektrogeräte und deren Installationen den von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung vorgeschriebenen Sicherheitsaspekten genügen. Damit schützt der E-Check im Regelfall vor möglichen Schadensersatzansprüchen seitens der Versicherungsanstalten. Sofern bei der Überprüfung Mängel festgestellt wurden, bleibt die Gewissheit, dass Fehler erkannt und aufgedeckt wurden, damit diese ohne Schadensfälle behoben werden können.

Was hat es mit der BGV A3 auf sich?

Dabei handelt es sich lediglich um die überholte Bezeichnung der aktuellen Prüfung von elektrischen Geräten und Anlagen, welche früher als „Berufgenossenschaftliche Vorschriften“ (BGV A3) deklariert wurde.

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