Prüfung von Pflegebetten
Elektrisch betriebene Pflegebetten werden in Pflegeeinrichtungen, Kliniken und anderen medizinischen Bereichen täglich intensiv genutzt. Mechanische Belastungen, häufiges Verstellen sowie Verschleiß an Leitungen, Steckverbindungen oder Antriebskomponenten können die sichere Funktion beeinträchtigen.
E+SERVICE+CHECK übernimmt die wiederkehrende Prüfung elektrischer Pflegebetten und dokumentiert die Prüfergebnisse nachvollziehbar. Je nach Bettentyp und Einsatzbereich werden dabei die einschlägigen Anforderungen aus dem Medizinprodukterecht sowie die relevanten elektrotechnischen Regeln berücksichtigt.
Welche Vorschriften und technischen Regeln sind relevant?
Für die Prüfung elektrischer Pflegebetten können unterschiedliche Anforderungen zusammenwirken. Pflegebetten, die als Medizinprodukte betrieben werden, fallen grundsätzlich in den Anwendungsbereich der Medizinprodukte-Betreiberverordnung. Diese regelt unter anderem Pflichten beim Betreiben, bei der Instandhaltung sowie bei bestimmten Kontrollen von Medizinprodukten.
Für elektrische Sicherheitsprüfungen medizinischer elektrischer Geräte ist insbesondere die DIN EN 62353 (VDE 0751-1) relevant. Darüber hinaus können je nach Betreiber, Einsatzbereich und konkreter Prüfaufgabe auch Anforderungen aus dem Arbeitsschutz und der DGUV Vorschrift 3 bzw. 4 zu berücksichtigen sein.
Welche Anforderungen im Einzelfall maßgeblich sind, hängt vom konkreten Pflegebett, dessen Einstufung, der Verwendung sowie den Herstellerangaben ab.
Warum benötigen elektrische Pflegebetten besondere Aufmerksamkeit?
Elektrische Pflegebetten verbinden mechanische Funktionen mit elektrischen Antrieben und Steuerungen. Im täglichen Einsatz werden sie bewegt, verstellt und gereinigt. Dabei können beispielsweise Anschlussleitungen, Steckverbindungen, Bedienelemente, Antriebe oder mechanische Bauteile belastet werden.
Wiederkehrende Prüfungen helfen dabei, sicherheitsrelevante Mängel frühzeitig zu erkennen und die sichere weitere Verwendung des Pflegebetts zu beurteilen.
Was wird bei der Prüfung eines Pflegebetts kontrolliert?
Die konkrete Prüfung richtet sich nach Bettentyp, Herstellerangaben und Prüfgrund. Typischerweise umfasst sie eine Sichtprüfung, eine Funktionsprüfung sowie die erforderlichen elektrischen Messungen.
Dabei können unter anderem folgende Punkte kontrolliert werden:
- Anschlussleitungen, Stecker und Zugentlastungen
- Gehäuse, Abdeckungen und elektrische Komponenten
- Bedienelemente und Steuerungen
- Höhen- und Liegeflächenverstellung
- Antriebe und bewegliche Bauteile
- vorhandene Not- oder Rückstellfunktionen
- Schutzleiterverbindungen, sofern vorhanden
- relevante Ableit- oder Berührungsströme
- Kennzeichnung und Identifizierbarkeit des Pflegebetts
Die Messergebnisse werden bewertet und zusammen mit dem festgestellten Zustand dokumentiert.
Wie werden die Prüffristen für Pflegebetten festgelegt?
Eine einheitliche Prüffrist, die für jedes Pflegebett gleichermaßen gilt, lässt sich nicht pauschal festlegen. Maßgeblich sind unter anderem die Herstellerangaben, die konkrete Nutzung, der Zustand des Pflegebetts sowie die für das jeweilige Produkt und den Betreiber geltenden Anforderungen.
Auch die Ergebnisse bisheriger Prüfungen und die Beanspruchung im täglichen Betrieb können Einfluss auf die erforderlichen Prüfintervalle haben.
Deshalb sollten Prüffristen immer für den konkreten Gerätebestand und die jeweiligen Einsatzbedingungen festgelegt werden.
Übersicht über den Gerätebestand
Eine strukturierte Erfassung der vorhandenen Pflegebetten erleichtert die Organisation wiederkehrender Prüfungen. Je nach Betreiberpflichten können Geräteinformationen außerdem Bestandteil eines vorgeschriebenen Bestandsverzeichnisses sein.
Im Rahmen der Prüfung können vorhandene Inventarnummern und Gerätekennzeichnungen berücksichtigt werden, sodass Prüfergebnisse eindeutig einem Pflegebett zugeordnet werden können.
Wer darf elektrische Pflegebetten prüfen?
Die Prüfperson muss für Art und Umfang der jeweiligen Prüfung ausreichend qualifiziert sein und über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen verfügen.
Da bei Pflegebetten sowohl elektrotechnische als auch medizinprodukterechtliche Anforderungen relevant sein können, müssen Qualifikation und Fachkenntnisse zur konkreten Prüfaufgabe passen. Eine Schulung allein ersetzt dabei nicht automatisch die erforderliche fachliche Qualifikation.
Wie lange dauert die Prüfung von Pflegebetten nach VDE 0751?
Die Dauer der Prüfung von Pflegebetten nach VDE 0751 ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Bei einem Beratungsgespräch ist es nach Angabe der Anzahl und der Modelle möglich, die benötigte Dauer abzuschätzen.
Das ist für beide Seiten notwendig, um den zeitlichen Aufwand, die entstehenden Kosten und unter anderem die Anfahrt und Versorgung optimieren zu können.
Ausschlaggebende Faktoren sind unter anderem:
- Anzahl der Pflegebetten
- vorhandene Modelle
- erfolgte Vorbereitung in Hinblick auf die Zugänglichkeit
- Aufwand
- Komplexität der Prüfung der Pflegebetten
Die Dauer der Prüfung von Pflegebetten nach VDE 0751 kann daher wenige Stunden oder auch mehrere Tage betragen.
Ablauf einer Prüfung von Pflegebetten nach VDE 0751
Nach der Buchung einer Dienstleistungsfirma für die Prüfung von Pflegebetten wird ein Termin festgelegt.
Zu diesem sollten die vereinbarten Vorbereitungen abgeschlossen sein, um einen sofortigen Beginn zu ermöglichen und den Ablauf der Kontrollen so wenig wie möglich einzuschränken oder zu behindern.
Nach der schrittweisen Prüfung aller Pflegebetten werden die einzelnen Hilfsmittel jeweils eingeschätzt und detailliert beschrieben. Bestehen sie die Prüfung von Pflegebetten nach VDE 0751 ohne Einschränkungen, erhalten sie eine Plakette durch die prüfende Person.
Bei vorliegenden Problemen kann die Nutzung teilweise weiterhin erfolgen. Sie unterliegt dann allerdings Auflagen, die die Sicherheit weiterhin gewährleisten sollen.
Herstellerangaben berücksichtigen
Bei Pflegebetten sind neben den geltenden Vorschriften und technischen Regeln auch die Herstellerinformationen zu beachten. Sie können beispielsweise Vorgaben zu Wartung, Prüfungen, zulässigen Ersatzteilen oder bestimmten Funktionskontrollen enthalten.
Deshalb sollte die Prüfplanung möglichst auf Grundlage der vorhandenen Geräteinformationen und der konkreten Bettentypen erfolgen.
Pflegebettenprüfung mit strukturierter Dokumentation
E+SERVICE+CHECK unterstützt Pflegeeinrichtungen, Kliniken und weitere Betreiber bei der Organisation und Durchführung wiederkehrender Prüfungen elektrischer Pflegebetten.
Je nach Projekt können Gerätebestand, vorhandene Inventarnummern und Prüfintervalle in die Planung einbezogen werden. Nach Abschluss erhalten Sie eine strukturierte Dokumentation der durchgeführten Prüfungen und festgestellten Ergebnisse.
So behalten Sie auch bei größeren Beständen den Überblick über geprüfte Pflegebetten und notwendigen Handlungsbedarf.
Häufig gestellte Fragen
Elektrische Pflegebetten werden im täglichen Betrieb sowohl mechanisch als auch elektrisch beansprucht. Wiederkehrende Prüfungen helfen dabei, Verschleiß, beschädigte Leitungen, fehlerhafte Funktionen und andere sicherheitsrelevante Mängel frühzeitig zu erkennen und den Zustand des Pflegebetts nachvollziehbar zu beurteilen.
Welche Anforderungen gelten, hängt vom jeweiligen Pflegebett und dessen Einsatzbereich ab. Bei Pflegebetten, die als Medizinprodukte betrieben werden, können insbesondere die Medizinprodukte-Betreiberverordnung sowie einschlägige technische Regeln wie die DIN EN 62353 (VDE 0751-1) relevant sein. Zusätzlich können je nach Betreiber und Nutzung Anforderungen aus dem Arbeitsschutz und der gesetzlichen Unfallversicherung zu berücksichtigen sein.
Die konkrete Prüfung richtet sich nach Bettentyp, Herstellerangaben und Prüfgrund. Typischerweise umfasst sie eine Sichtprüfung, Funktionskontrollen und die erforderlichen elektrischen Messungen. Kontrolliert werden können unter anderem Anschlussleitungen, Stecker, Bedienelemente, Antriebe, Verstellfunktionen, Gehäuse, elektrische Komponenten sowie relevante elektrische Messwerte.
Eine pauschale Prüffrist gilt nicht für jedes Pflegebett. Maßgeblich sind unter anderem die Herstellerangaben, die konkrete Nutzung, die Beanspruchung, der Zustand des Pflegebetts, bisherige Prüfergebnisse sowie die für das jeweilige Produkt geltenden Betreiberpflichten. Die erforderlichen Prüfintervalle sollten deshalb für den konkreten Gerätebestand und die jeweiligen Einsatzbedingungen festgelegt werden.
Die Prüfperson muss über die für die konkrete Prüfaufgabe erforderliche Qualifikation, Erfahrung und Fachkenntnis verfügen. Da bei Pflegebetten sowohl elektrotechnische als auch medizinprodukterechtliche Anforderungen relevant sein können, müssen die Kenntnisse und die Qualifikation zum jeweiligen Bettentyp und zum Umfang der Prüfung passen.
Nach der Prüfung werden die durchgeführten Prüfschritte und Ergebnisse strukturiert dokumentiert. Die eindeutige Zuordnung zum jeweiligen Pflegebett kann beispielsweise über vorhandene Inventarnummern, Seriennummern oder andere Gerätekennzeichnungen erfolgen. So bleibt nachvollziehbar, welches Pflegebett geprüft wurde und welche Ergebnisse festgestellt wurden.