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E-Ladestationen DC Ladesäulen

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Prüfung von DC-Ladesäulen & E-Ladestationen: Sicherheit für Ihre Ladeinfrastruktur

In der modernen Mobilitätswende sind DC-Schnellladesäulen das Rückgrat der Flotten- und Kundenlogistik. Doch mit hoher Leistung kommt hohe Verantwortung. Die e+service+check GmbH ist Ihr zertifizierter Partner für die fachgerechte Prüfung von E-Ladestationen gemäß den aktuellen gesetzlichen Vorschriften.

Prüfung von DC-Ladesäulen

Warum ist die Prüfung von DC-Ladesäulen gesetzlich vorgeschrieben?

Jede E-Ladestation gilt im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) und der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) als elektrische Anlage bzw. Betriebsmittel. Als Betreiber sind Sie verpflichtet, die Sicherheit der Nutzer und der Anlage zu garantieren.

Die Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A3) sowie der DIN EN 61851-1 und DIN VDE 0100-722 ist hierbei maßgeblich. Ohne regelmäßige Prüfung riskieren Sie:

  • Den Verlust des Versicherungsschutzes im Schadensfall.

  • Hohe Bußgelder bei Verstößen gegen die Betriebssicherheitsverordnung.

  • Personenschäden durch elektrische Schläge oder Brände.

Welche Normen gelten für die Prüfung von DC-Ladestationen?

Im Gegensatz zu AC-Wallboxen sind DC-Ladesäulen (Gleichstrom) technisch komplexer, da der Wandlungsprozess von Wechselstrom in Gleichstrom direkt in der Säule stattfindet. Hier greifen spezifische Normen:

  1. DIN VDE 0100-600: Errichtung von Niederspannungsanlagen (Erstprüfung).

  2. DIN VDE 0105-100: Betrieb von elektrischen Anlagen (Wiederholungsprüfung).

  3. DIN EN 61851-1 (VDE 0121-1): Konduktive Ladesysteme für Elektrofahrzeuge.

  4. DIN EN 61851-23: Spezifische Anforderungen für DC-Ladestationen.

Wie läuft die Prüfung einer DC-Ladesäule im Detail ab?

Unsere zertifizierten Prüftechniker gehen nach einem standardisierten, rechtssicheren Verfahren vor. Der Prozess gliedert sich in drei Hauptphasen:

1. Besichtigen (Sichtprüfung)

Wir prüfen die Anlage auf äußere Beschädigungen, Korrosion, ordnungsgemäße Kennzeichnung und die Unversehrtheit der Ladekabel und Stecker (CCS oder CHAdeMO).

2. Erproben (Funktionsprüfung)

Hierbei wird die Kommunikation zwischen Ladesäule und Fahrzeug simuliert.

  • Funktioniert die Verriegelung des Steckers?

  • Wird der Ladevorgang bei Fehlern sofort unterbrochen?

  • Arbeiten die Not-Aus-Schalter einwandfrei?

3. Messen (Messtechnische Prüfung)

Mit speziellen Adaptern (EVSE-Testadaptern) messen wir:

  • Schutzleiterwiderstand: Gewährleistet, dass Fehlströme sicher abgeleitet werden.

  • Isolationswiderstand: Verhindert gefährliche Kriechströme.

  • Abschaltbedingungen: Messung der Schleifenimpedanz und der RCD-Auslösezeiten (FI-Schutzschalter).

Wer darf DC-Ladesäulen prüfen?

Die Prüfung darf ausschließlich durch eine befähigte Person für die Prüfung elektrischer Anlagen durchgeführt werden. Laut TRBS 1203 muss diese Person über:

  • Eine entsprechende elektrotechnische Berufsausbildung,

  • Berufserfahrung im Bereich der Ladeinfrastruktur,

  • Und zeitnahe berufliche Tätigkeit (Fortbildungen) verfügen.

Wir stellen sicher, dass nur hochqualifizierte Prüftechniker mit kalibrierten Messgeräten der neuesten Generation zum Einsatz kommen.

Wie oft müssen E-Ladestationen geprüft werden?

Die Prüffristen hängen von der Gefährdungsbeurteilung ab. Die DGUV gibt jedoch Richtwerte vor, die sich in der Praxis bewährt haben:

Art der AnlageEmpfohlene PrüffristPrüfungsart
Öffentliche DC-SäulenAlle 12 MonateWiederholungsprüfung
Nicht-öffentliche Ladesäulen (Firmengelände)Alle 12 bis 24 MonateWiederholungsprüfung
Ladekabel & Mobile StationenAlle 6 MonateSicht- und Funktionsprüfung/
Prüfung von DC-Ladesäulen

Warum E+Service+Check für Ihre DC-Prüfungen wählen?

Wir kombinieren bundesweite Präsenz mit tiefem Fachwissen in der Elektromobilität.

  • Rechtssichere Dokumentation: Sie erhalten ein detailliertes Prüfprotokoll für Ihre Unterlagen und die Versicherung.

  • Modernste Technik: Wir nutzen High-End-Simulatoren, die auch 350kW HPC (High Power Charging) Säulen präzise prüfen können.

  • Full-Service: Wir erinnern Sie proaktiv an anstehende Termine.

Was passiert, wenn die Prüfung der Ladesäule versäumt wird?

Das Versäumen der Prüffristen ist kein Kavaliersdelikt. Im Falle eines Brandes oder eines elektrischen Unfalls verlangen Haftpflicht- und Gebäudeversicherungen den Nachweis der ordnungsgemäßen Prüfung.

  • Haftungsfalle: Geschäftsführer haften unter Umständen persönlich bei Organisationsverschulden.

  • Infrastrukturausfall: Ungeprüfte Säulen neigen eher zu Defekten, was die Verfügbarkeit Ihrer Flotte einschränkt.

Was ist der entscheidende Unterschied zwischen der Prüfung von AC-Wallboxen und DC-Schnellladesäulen?

Viele Betreiber stellen sich die Frage, ob eine einfache Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 für herkömmliche Elektrogeräte ausreicht. Die Antwort lautet: Nein. Während bei AC-Ladestationen (Wechselstrom) der On-Board-Charger des Fahrzeugs die Umwandlung des Stroms übernimmt, sitzt bei einer DC-Ladesäule (Gleichstrom) der leistungsstarke Gleichrichter direkt im Gehäuse der Säule. Dies führt zu völlig unterschiedlichen Anforderungen an die Messtechnik und die Sicherheitsprotokolle:

  • Gleichstrom-Fehlerströme: Bei DC-Anlagen können glatte Gleichfehlerströme auftreten. Herkömmliche FI-Schutzschalter (Typ A) würden in diesem Fall „erblinden“ und bei einem lebensgefährlichen Fehler nicht mehr auslösen. Unsere Prüfung umfasst daher zwingend die Verifikation der RCD-Typ-B-Schutzorgane oder spezieller DC-Fehlerstrom-Überwachungseinrichtungen (RCMU).

  • Kommunikationsprotokoll (PLC vs. PWM): Während AC-Boxen oft über ein einfaches PWM-Signal (Pulsweitenmodulation) kommunizieren, nutzen moderne DC-HPC-Lader (High Power Charger) komplexe Powerline-Kommunikation. Unsere Prüfgeräte simulieren nicht nur den physischen Kontakt, sondern den gesamten digitalen Handshake. Wir prüfen, ob die Säule bei einem Kommunikationsabbruch sofort spannungsfrei schaltet.

  • Thermische Belastung: DC-Säulen arbeiten oft mit Stromstärken von mehreren hundert Ampere. Im Rahmen der Prüfung führen wir daher häufig eine thermografische Analyse der internen Leistungskontakte durch, um Brandgefahren durch Übergangswiderstände frühzeitig zu erkennen, bevor ein Bauteil schmilzt.

  • Erdung und Potenzialausgleich: Aufgrund der massiven Leistungen (oft bis zu 350 kW oder mehr) ist die Integrität des Schutzleiters bei DC-Säulen kritischer als bei jeder anderen Betriebsstätte. Wir messen hier mit erhöhter Präzision, um sicherzustellen, dass im Fehlerfall keine gefährliche Berührungsspannung am Gehäuse anliegt.