BGV A3 neu DGUV Vorschrift 3 Prüfer

Wofür steht die Abkürzung DGUV Vorschrift 3?

Die Abkürzung „DGUV“ steht für Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Der Zusatz „Vorschrift 3“ bezieht sich auf die Sicherheit und regelmäßige Überprüfung von elektrischen Betriebsmitteln und elektrischen Anlagen. Bereits 1885 entstanden in Deutschland die ersten Berufsgenossenschaften, die es sich zum Ziel gemacht hatten, Sicherheit in den einzelnen Berufssparten zu unterstützen.

Wichtige Infos zur neuen DGUV Vorschrift 3

Die Betriebssicherheitsverordnung als Gesetz für die Prüfung elektrischer Betriebsmittel und Anlagen

Hier sehen Sie die aktuell Statistik für Arbeits- und Wegeunfälle der DGUV

Die DGUV Vorschrift 3 als Download

 

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Fragen und verwandte Themen zur DGUV Vorschrift 3

DGUV Vorschrift 3 Prüffristen

Warum muss ich nach DGUV Vorschrift 3 prüfen lassen?

Was bedeutet DGUV Vorschrift 3?

Das wichtigste zur DGUV Vorschrift 3

In welchem Bereich ist die DGUV Vorschrift 3 zu finden?

Die berufsgenossenschaftlichen Vorschriften richten sich an Unternehmer, die Angestellte und Mitarbeiter beschäftigen und damit für deren Sicherheit am Arbeitsplatz verantwortlich sind. Somit ist der Unternehmer gesetzlich dazu verpflichtet, jeden einzelnen Arbeitsplatz so einzurichten, dass er keine Gefahren für den jeweiligen Mitarbeiter beinhaltet. Natürlich gibt es Arbeitsplätze, bei denen die Angestellten aufgrund ihrer jeweiligen Tätigkeit und Branche gewissen Gefahren ausgesetzt sind. Doch liegt es hier am Arbeitgeber, diese Gefahren zu unterbinden oder wenigstens auf ein Minimum zu beschränken.

Was beinhaltet die Vorschrift DGUV Vorschrift 3?

Bei der DGUV Vorschrift 3 handelt es sich um die gesetzliche Verantwortung für den Unternehmer, dafür Sorge zu tragen, dass elektrische Betriebsmittel und Anlagen in einwandfreiem Zustand sind. So müssen die Betriebsmittel und Anlagen schon intakt sein, wenn sie das erste Mal aufgestellt werden und in Betrieb genommen werden. Schließlich werden diese Betriebsmittel mit Strom betrieben und es gibt auch Anlagen, die mit Starkstrom versorgt werden. Gerade bei Strom kann es schon bei kleinen Defekten zu Stromschlägen oder zu unbemerkten Schwelbränden führen. Daher ist der Firmeneigentümer verpflichtet darauf zu achten, dass die gestellten Anlagen und Betriebsmittel technisch intakt sind und den modernen Sicherheitsbestimmungen entsprechen. Außerdem muss gewährleistet sein, dass sie fachgerecht aufgestellt wurden, so dass auch hier keine Gefahr für Mitarbeiter im direkten Umfeld besteht. Darüber hinaus ist der Unternehmer verpflichtet, die Betriebsmittel und Anlagen regelmäßig auf Unversehrtheit und fachgerechte Installation überprüfen zu lassen. Alle diese Verpflichtungen sind schriftlich festgelegt und damit für jeden einzelnen Unternehmer gesetzlich bindend.

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Welche Vorteile hat die DGUV Vorschrift 3?

Für den Mitarbeiter liegen die Vorteile klar auf der Hand – sie dienen zu seinem Schutz am Arbeitsplatz. Betriebsunfälle können für den einzelnen Mitarbeiter schwere Folgen haben, dabei sollte man besonders beim Umgang mit Strom Vorsicht walten lassen. Stromschläge und Verbrennungen können schwere und sogar tödliche Verletzungen hervorrufen! Die Kosten, die bei einem Betriebsunfall entstehen, können so hoch sein, dass der Betrieb geschlossen werden muss. Passiert ein gravierender Unfall am Arbeitsplatz, muss dieser gründlich untersucht werden. Dabei kann es erforderlich sein, dass die gesamte Produktion zum Stillstand kommen muss. Dauert dieser Produktionsausfall länger, kann er durchaus so weit gehen, dass der Verlust nicht mehr aufgeholt werden kann. Neben einem Maschinen, kann es auch zu Ausfällen von Mitarbeitern kommen. Diese Ausfallzeiten können dem Unternehmer teuer zu stehen kommen, auch eventuelle Regressforderungen können das betriebliche Aus bedeuten. Zudem muss jeder Unternehmer und Firmeninhaber eine Haftpflichtversicherung abschließen. Dabei wird auch nach dem Einsatz von elektrischen Betriebsmitteln und elektrischen Anlagen gefragt. Die Installation und die regelmäßige Prüfung dient somit als Versicherungsnachweis und schützt so auch den Unternehmer vor finanziellen Ausfällen. Eine Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 ist für den Unternehmer also eine besondere Absicherung.

Gibt es bei der DGUV Vorschrift 3 Neuerungen und ist die BGV A3 noch aktuell?

Mit zunehmender Technisierung am Arbeitsplatz war es über die Jahre seit der Einführung der BGV A3 notwendig, dass diese fortlaufend aktualisiert und an den Stand der Technik angepasst wurde. Im Mai 2014 wurden die Spitzenverbände der Berufsgenossenschaften und der öffentlichen Unfallversicherungsträger zusammengelegt. Zur Vereinfachung und zur Vereinheitlichung wurden auch die gesetzlichen Vorschriften angepasst und auf einen gemeinsamen Nenner gebracht. So wurde aus der früheren BGV A3 eine neue gesetzliche Verordnung, die DGUV Vorschrift 3.

Ein Prüfgerät für die Prüfung nach DGUV Vorschrift 3

Ist die neue DGUV Vorschrift 3 identisch mit der alten BGV A3?

Obwohl sich der Name geändert hat und aus BGV A3 jetzt DGUV Vorschrift 3 wurde, hat sich inhaltlich nichts bei der gesetzlichen Verordnung geändert. Weiterhin geht es um den Schutz und die Sicherheit in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. So werden weiterhin elektrische Betriebsmittel und elektrische Anlagen fachgerecht überprüft. Ebenso wird bei der ehemaligen BGV A3 auch das Arbeiten mit nicht elektrischen Betriebsmittel in der unmittelbaren Nähe von elektrischen Geräten und Anlagen berücksichtigt. Schließlich können auch Schäden, durch elektrische Strahlung auftreten.

Wer führt solche Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3 durch?

Grundsätzlich dürfen Prüfungen nur von einer Elektrofachkraft durchgeführt werden. Oder sie kann von einer speziell ausgebildeten Fachkraft unter Anleitung einer Elektrofachkraft ausgeführt werden. Ist ein Angestellter im Unternehmen zertifiziert und speziell dafür ausgebildet kann er die Erstinstallation, die regelmäßige Wartung und Prüfung und gegebenenfalls auch eine eventuelle Erweiterung der Betriebsmittel oder Anlagen durchführen und kontrollieren. Ist im Unternehmen oder in der Einrichtung keine zertifizierte Elektrofachkraft vorhanden, ist der Arbeitgeber oder Unternehmer gesetzlich verpflichtet eine außenstehende Elektrofachfirma mit diesen Arbeiten zu beauftragen. Der Prüfdienstleister muss vor seiner Tätigkeit den Nachweis erbringen, dass er diese Prüfungen durchführen darf.

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Welche gesetzlichen Fristen gibt es für die Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3?

Die DGUV Vorschrift 3 schreibt gesetzlich vor, dass elektrische Betriebsmittel und Anlagen vor der ersten Inbetriebnahme auf einwandfreie Funktion und Intaktheit geprüft werden müssen. Auch bei einer Änderung oder Erweiterung und der anschließenden Wiederinbetriebnahme muss eine solche Prüfung nach DGUV V3 durchgeführt werden. Anschließend müssen die jeweiligen Betriebsmittel und Anlagen regelmäßig gewartet werden. Dabei gilt die Faustregel: Je mehr potentielle Gefahr von einem Betriebsmittel oder einer Anlage ausgeht, desto häufiger muss sie kontrolliert werden. So müssen elektrische Anlagen, die mit Starkstrom betrieben werden oder auch elektrische Anlagen, die im medizinischen oder öffentlichen Bereich Einsatz finden öfter kontrolliert werden als einfache elektrische Betriebsmittel, wie ein Computer oder ein Verlängerungskabel, die im kleinen Büro verwendet werden.

Müssen Unterlagen nach der neuen Vorschrift geändert werden?

Da nur der Name BGV A3 in DGUV Vorschrift 3 geändert wurde, aber nicht die gesetzliche Vorschrift an sich, muss sonst nichts geändert werden. Die durchgeführten Prüfungen behalten ihre Gültigkeit und es muss auch nicht sofort eine neue Wartung durchgeführt werden. Lediglich bei der aktuellen Wartung oder Überprüfung werden die Prüfetiketten erneuert. So werden aus den bisherigen BGV A3 Plaketten jetzt DGUV Vorschrift 3 Aufkleber. Auch die bestehenden Unterlagen, beispielsweise Prüfprotokolle behalten ihre Wertigkeit.

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