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DGUV V3 Prüfung bundesweit – Einige Unternehmer werden sie noch unter dem Namen BGV A3 kennen: Die DGUV V3 dürfte wohl jedem Geschäftsführer ein Begriff sein. Was viele nur als gesetzliche Versicherung kennen, ist auch mit einer erheblichen Leistung der Betriebe in Deutschland verbunden. Sie nämlich verpflichten sich gesetzlich dazu, sich an die geltenden Regeln der Elektrogeräteprüfung zu halten und ihre Mitarbeiter auf diese Weise zu schützen.

Weshalb gilt die DGUV V3 Prüfung bundesweit?

Deutschland hat einheitliche Gesetze im Arbeitsschutz. Hier gibt es keine Unterschiede nach Bundesländern und das ist auch gut so, denn was wäre es für eine Katastrophe, wenn beispielsweise der Arbeitsschutz für Mitarbeiter in Hessen schlechter wäre als in Rheinland-Pfalz oder umgekehrt? Die einheitlichen Gesetze machen vieles einfacher. Für Unternehmen, die in Deutschland ihren Sitz haben, gilt die DGUV Vorschrift 3.

Kann sich ein Unternehmen von der DGUV Prüfung (bundesweit) befreien lassen?

Nein, das geht nicht. Der E-Check muss von jedem Unternehmen vorgenommen werden. Hier hilft weder Vitamin B noch Bestechung: Die DGUV V3 ist einzuhalten, für alle Unternehmen aller Branchen. Ihr Sinn ist die Sicherheit am Arbeitsplatz zu garantieren. Insofern wäre es sehr nutzlos, wenn die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel dann nur für bestimmte Unternehmen gilt oder einige einfach ausgelassen werden. Unabhängig von Größe und Anzahl der Mitarbeiter ist die VDE Prüfung einzuhalten.

Befreien lassen kann man sich auch insofern nicht, als dass die Prüfung einfach zeitlich verschoben werden darf. Wer gesetzlich verpflichtet ist, ein bestimmtes Elektrogerät alle 12 Monate zu prüfen, der kann diese 12 Monate nicht überschreiten. Es gibt keinen zulässigen Grund, weshalb die Fristen ausgehebelt oder verlängert werden dürfen. Alle Unternehmen und Betriebe in Deutschland sind hier gleichgestellt.

DGUV V3 Prüfung bundesweit

Prüft die DGUV auch selbst?

Nein, jedes Unternehmen muss die Prüfung selbst organisieren. Zum Beispiel indem sie einen dritten Betrieb beauftragt, die Aufgabe für sie zu übernehmen und somit die Elektrogeräteprüfung sicherstellt. Die DGUV allerdings kommt nicht in das Unternehmen und prüft die Anlagen, Maschinen und Betriebsmittel. Es kann allerdings sein, dass durch die DGUV kontrolliert wird, ob die Prüfungen erfolgt sind und das Prüfprotokoll verlangt wird. Daher ist es auch wichtig, dass alle Maßnahmen rund um die DGUV Vorschrift 3 belegbar sind. Dem Prüfprotokoll sollte viel Aufmerksamkeit geschenkt werden und im Idealfall übernimmt ein Prüfbetrieb auch die zugehörige Dokumentation.

Die DGUV V3 Prüfung ist keine Dienstleistung, die von der DGUV übernommen wird, sondern eine Pflicht, deren Einhaltung im Zweifel überprüft wird. Spätestens dann, wenn es den Verdacht gibt, dass ein Unternehmen sich nicht an die DGUV Vorschrift 3 hält, werden Stichproben gefordert. Auch wenn dies nicht allzu häufig vorkommt, dient die Einhaltung der DGUV V3 Prüfung in erster Linie dem Arbeitsschutz und sollte niemals vernachlässigt werden. Niemand möchte bewusst oder unbewusst die eigenen Mitarbeiter in Gefahr bringen.

Darf ein Prüfbetrieb bundesweit gesucht werden?

Ja. Ein Unternehmen ist nicht dazu verpflichtet, in der eigenen Stadt oder dem eigenen Landkreis einen Prüfbetrieb zu finden. Die Suche und Beauftragung kann bundesweit erfolgen. Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass Betriebe mehrere Standorte haben, die über das gesamte Land verteilt sind. Und trotzdem wird oft ein gemeinsamer Prüfbetrieb beauftragt, der dann eben für die BGV A3 anreist. Die Preise für die VDE Prüfung sind zwar relativ einheitlich, allerdings hängen die Kosten selbstverständlich auch davon ab, ob für den Betrieb Reisekosten entstehen und ein besonderer Mehraufwand nötig ist.

Die Prüfungen müssen selbstverständlich immer vor Ort erfolgen. Aus der Ferne lässt sich nicht feststellen, ob ein Gerät in Ordnung ist oder nicht. Eine „Anreise“ ist also so oder so nötig und damit werden auch meist Fahrtkosten berechnet.

DGUV Vorschrift 3 Prüfer, DGUV V3 Prüfung bundesweit

Wie lange dauert die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel?

Eine Elektrofachkraft überprüft die Geräte routiniert. Aber pauschal lässt sich dennoch nicht sagen, wie lange es dauert, bis ein einzelnes Gerät den E-Check durchlaufen hat. Das kann einige wenige Minute dauern, was bei kleinen Geräten oft der Fall ist, die meist auch über wenige Funktionen verfügen. Bei komplizierten großen und feststehenden Anlagen allerdings kann die DGUV V3 viel Zeit in Anspruch nehmen.

Die Voraussetzung für einen reibungslosen Ablauf ist außerdem auch immer, das die DGUV Prüfung keine Auffälligkeiten feststellt. Sobald die Prüfung ergibt, dass ein Elektrogerät Mängel hat, ist die Prüfung natürlich nicht einfach nach Schema F zu Ende zu bringen. Das Gerät muss repariert oder ersetzt werden. Und vor allem darf es nicht mehr weiterverwendet werden. Diese Ergebnisse müssen dokumentiert werden und das Unternehmen darf das Gerät dann auch nicht illegal weiterverwenden. Nach DGUV Vorschrift 3 ist zu empfehlen, das Kabel des Gerätes zu durchtrennen, damit keine Verwendung mehr stattfinden kann. So banal und radikal diese Methode auch wirkt: Sie ist die effektivste Variante, um Gefahren zu bannen.

Meine Mitarbeiter bringen ungeprüft Geräte mit ins Büro – Was kann ich tun?

Jedes Unternehmen darf seinen Mitarbeitern untersagen, ungeprüfte elektrische Geräte mit ins Büro zu bringen. Das sollten sie sogar! Wer sich selbst eine Kaffeemaschine mitbringen möchte, muss diese zuvor der DGUV V3 unterziehen. Eine andere Möglichkeit darf es nicht geben, denn sonst können Sie die Sicherheit am Arbeitsplatz niemals sicherstellen. Es hilft daher, die Mitarbeiter zu sensibilisieren und auf die Gefahren aufmerksam zu machen – notfalls auch auf die Strafen.

Es geht dabei nicht darum, die DGUV V3 Prüfung umgehend zu ermöglich, denn das ist in der Praxis oft gar nicht möglich. Sofern ein Prüfbetrieb mehrmals im Jahr in den Betrieb kommt, müssen Mitarbeiter akzeptieren, dass sie ihre privaten Elektrogeräte erst nach erfolgter Prüfung verwenden können. Scheuen Sie sich nicht, radikal vorzugehen. Ein Unternehmen geht eine enorme Gefahr ein, wenn es Geräte zur Verwendung zulässt, die noch keine DGUV V3 Prüfung erhalten haben. Niemand hat das Recht dazu, eigene Geräte zu verwenden. Sie müssen das natürlich nicht pauschal untersagen, aber wer hier nicht konsequent Regeln aufstellt, wird bald den Überblick verlieren. Es empfiehlt sich daher, dass ein beauftragter Prüfbetrieb sämtliche Büros begutachtet und die DGUV Vorschrift 3 überall anwendet, wo es nötig ist. Von jedem Elektrogerät geht schließlich potentiell eine Gefahr aus. Auch wenn ein Laie das nicht einsieht oder der eigene Wasserkocher niemals als Gefahrenquelle angesehen wird: Die Verantwortung trägt das Unternehmen und das sollte daher auch die Regeln aufstellen. Ohne erfolgte DGUV V3 Prüfung darf kein (!) Elektrogerät innerhalb des Unternehmens verwendet werden. Ausnahmen werden nicht geduldet.

DGUV V3 Prüfung bundesweit – Gibt es regionale unterscheide bei der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel?

Nein. Lediglich die Art des Betriebs regelt die Prüffrist. In Schulen und Kindergärten muss beispielsweise häufiger geprüft werden, weil die DGUV V3 besonderen Schutz für öffentliche Gebäude fordert. Das heißt jene Gebäude, die auch Besucher empfängt und nicht nur eigene Mitarbeiter. Regionale Unterschiede sieht die DGUV Vorschrift 3 nicht vor. Aber es kann durchaus sein, dass bestimmte Gebiete aufgrund der dortigen Verhältnisse (Hochwassergebiete) bestimmte Regeln einhalten müssen, die anderswo nicht gelten. Das bezieht sich dann allerdings nicht auf die zugrundeliegenden Prüffristen. Die DGUV V3 Prüfung muss ohnehin erfolgen. Grundsätzlich gelten bundesweit dieselben Richtlinien.

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