Prüfung elektrischer Betriebsmittel Berlin

Gemäß §5 der DGUV Vorschrift 3 hat der Unternehmer (Eigentümer/Betreiber) dafür zu sorgen, dass elektrische Anlagen und Betriebsmittel vor der ersten Inbetriebnahme, der Wiederinbetriebnahme nach einer Änderung oder Instandsetzung sowie in bestimmten Zeitabständen auf ihren ordnungsgemäßen Zustand überprüft werden. Die Intervalle sind so zu setzen, dass wahrscheinliche Fehler frühzeitig erkannt werden können. Entsprechend der DGUV-Information 203-007 (ehemals BGI 657) haben sich Prüfintervalle für Geräteprüfung von 2 bis 4 Jahren bewährt.

Ziel der Geräteprüfung

Die Geräteprüfung nach DGUV Vorschrift 3 (BGV A3) dient der Sicherheit aller, oder dem Schutz von Gesundheit, Leben und Eigentum. Durch die Forderung nach qualitativ hochwertigen Elektroinstallationen steigt das Risiko von Unfällen durch elektrische Energie, wenn diese Anlagen unvorsichtig gebaut oder fehlerhaft sind. Um Haftpflichtschäden und Unfallschäden zu vermeiden, verlangt die gesetzliche Unfallversicherung vor der Inbetriebnahme und in regelmäßigen Abständen während des Betriebes eine entsprechende Geräteprüfung – die DGUV V3-Prüfung. Für Unternehmer ist diese Kontrolle in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung. Durch diese Geräteprüfung erfüllen sie die Anforderungen der Gewerbeaufsichtsämter, der Berufsgenossenschaften bzw. der Versicherungsgesellschaften. Gemäß DGUV 3 erfolgt die Geräteprüfung nach DIN VDE 701702.

Geräteprüfung esm

Umfang der Geräteprüfung

Alle Betriebsmittel unterliegen individuellen Prüfungen. Jede Geräteprüfung umfasst die folgenden drei Schritte, die auch in den DIN VDE-Bestimmungen festgelegt sind:

  • Geräteprüfung: Sichtprüfung auf Beschädigungen bzw. unsachgemäße Verwendung
  • Funktionsprüfung
  • Messung: Durchführung vorgeschriebener Messungen

Geräteprüfung dguv v3       Geräteprüfung E-Check

Für die elektrische Geräteprüfung werden ausschließlich kalibrierte Messgeräte verwendet.

 

Die Prüfung von Gütern und Produkten – gesetzliche Vorgaben der Geräteprüfung

Die Zertifizierungsstelle überprüft das Gerät nach den Zertifizierungskriterien. Nach positiver Entscheidung wird ein Zertifikat ausgestellt (z.B. GS-Zertifikat, EG-Baumusterprüfbescheinigung, DGUV-Prüfbescheinigung, Baumusterprüfbescheinigung). Die Konformität der Bauart mit dem deutschen Produktsicherheitsgesetz, den einschlägigen EU-Rechtsvorschriften oder anderen Anforderungen des Arbeitsschutzes ist auf der Bescheinigung anzugeben. Dies bedeutet nicht zwangsläufig die vollständige Einhaltung der im Zertifikat unter „Prüfung auf Basis von“ aufgeführten Spezifikationen. Der Antragsteller erhält eine Kopie der Bescheinigung. Eine ablehnende Entscheidung ist dem Antragsteller unter Angabe der Gründe mitzuteilen. Bevor dem Antragsteller das GS-Zeichen zum ersten Mal verliehen werden kann, muss die Prüf- und Zertifizierungsstelle das Werk besichtigen, wenn kein von der Prüf- und Zertifizierungsstelle zertifiziertes produktbezogenes Qualitätssicherungssystem (QAS) vorhanden ist. Bei DGUV-Prüfzeichen entscheidet die Prüf- und Zertifizierungsstelle, ob eine Werksinspektion durchgeführt werden soll.

Die Prüf- und Zertifizierungsstelle ist unverzüglich über alle geplanten Änderungen in Bezug auf die Herstellung der Produkte hinsichtlich des Typs und der für die Zwecke der durchgeführten Zertifizierung relevanten Änderungen zu unterrichten. Dies gilt auch dann, wenn eingebaute Teile einen anderen Ursprung haben als die zuvor verwendeten Teile. Die Prüf- und Zertifizierungsstelle entscheidet – gegebenenfalls durch eine erneute Prüfung -, ob das Zertifikat gültig bleibt. Die Kosten für die Wiederholungsprüfung trägt der Antragssteller. Die Kosten richten sich nach der zum Zeitpunkt der Prüfung gültigen Gebührenordnung. Darüber hinaus hat der Zertifikatsinhaber die Prüf- und Zertifizierungsstelle über die Verlegung der Fertigungsstätte oder die Verlagerung der Fertigungsstätte auf ein anderes Unternehmen/einen anderen Inhaber zu informieren. Wird nach dem Wechsel des Fertigungsstandortes eine Besichtigung des neuen Fertigungsstandortes durch die Prüf- und Zertifizierungsstelle erforderlich, so hat der Antragsteller dies zu gestatten. Die Kosten der Prüfung sind vom Antragsteller zu tragen. Der Zertifikatsinhaber hat alle Beschwerden Dritter über die Anforderungen an die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz der hergestellten Produkte sowie die daraufhin getroffenen Maßnahmen aufzuzeichnen und die Prüf- und Zertifizierungsstelle unverzüglich zu informieren.

Ergebnisse der Geräteprüfung

Die Prüfergebnisse werden in einem detaillierten Prüfprotokoll aufgelistet, der als Original oder als PDF-Datei übergeben wird. Im Bericht werden alle festgestellten Mängel benannt, beschrieben und dokumentiert sowie zusammengefasst. Zusätzlich enthält der Inspektionsbericht notwendige Reparaturarbeiten sowie Empfehlungen zu den Wartungszeiten. Entsprechend der jeweiligen Aufgabenstellung wird der Inspektionsbericht zur Vorlage beim Hersteller, Versicherer oder der zuständigen Behörde erstellt. Die empfohlenen Fristen für die nächste Inspektion sind ebenfalls im Inspektionsbericht angegeben.

Geräteprüfung Prüfbericht

Umgang mit Daten der Geräteprüfung

Die Prüf- und Zertifizierungsstelle hat die Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse, die der Prüf- und Zertifizierungsstelle während der Durchführung dieses Vertrages bekannt werden, vertraulich zu behandeln; die Mitarbeiter der Prüf- und Zertifizierungsstelle sind in gleicher Weise verpflichtet. Die Prüf- und Zertifizierungsstelle darf Dateien speichern und alle Daten und Ergebnisse, wie z.B. Typenbezeichnung und Messergebnisse, die im Zusammenhang mit der Prüfung und Zertifizierung anfallen, verwenden. Die Prüf- und Zertifizierungsstelle kann anonymisierte Daten und Ergebnisse veröffentlichen und zertifizierte Produkte und Qualitätsmanagementsysteme unter Angabe des Zertifikatsinhabers veröffentlichen. Wenn die Prüf- und Zertifizierungsstelle gesetzlich dazu verpflichtet ist oder diese Prüf- und Zertifizierungsordnung oder eine vertragliche Vereinbarung dies zulässt, kann die Prüf- und Zertifizierungsstelle andere Stellen, Behörden oder die Öffentlichkeit über die Ergebnisse und Zertifikate informieren. Ist die Prüf- und Zertifizierungsstelle gesetzlich dazu verpflichtet, so unterrichtet sie andere benannte Stellen über die negativen und positiven Ergebnisse der Konformitätsbewertungen. Die Prüf- und Zertifizierungsstelle hat im Einzelfall, soweit das Gesetz dies vorschreibt, den zuständigen Behörden Auskunft über die Prüfung und Zertifizierung zu erteilen. Der Zertifikatsinhaber ist hierüber zu informieren, wenn eine Rechtsvorschrift dies nicht verbietet. Die Prüf- und Zertifizierungsstelle ist befugt, Auditoren der Akkreditierer und Auditoren der Genehmigungsbehörde Einsicht in die Unterlagen zu gewähren und an den Prüfungen teilzunehmen.

Die Leistungen der E+Service+Check GmbH im Überblick:

  • Inbetriebnahme-Inspektionen
  • regelmäßige Inspektionen (alle 2 oder 4 Jahre erforderlich)
  • Inspektionen vor Ablauf der Garantiezeit
  • Schadens- und Gerichtsgutachten
  • Zustandsorientierte Prüfungen
  • Durchführung von Messungen
  • Prüfungen nach DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung)
  • Bewertung und Nachweis der Lebensdauerverlängerung

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