Helfer und Quereinsteiger

Die Unfallverhütungsvorschriften (UVV Prüfung) regeln die Verfahren für die sichere Handhabung von technischen Arbeits- und Betriebsmitteln. Diese Vorschriften definieren für jedes Unternehmen und jeden Betrieb verbindliche Pflichten für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Dadurch hat ein Betreiber von Anlagen eigenständig dafür zu sorgen, dass alle eingesetzten Arbeits- und Betriebsmittel in Abständen von maximal einem Jahr von einem Sachkundigen oder einer befähigten Person überprüft werden. Leider ist sehr oft festzustellen, dass die zuständigen Betreiber die Arbeitsmittel oft nicht fristgemäß oder gar nicht prüfen lassen. Aus diesem Grund hat die E+Service+Check GmbH hier die wichtigsten Fakten und Informationen zur richtigen Umsetzung der UVV für Sie zusammengetragen.

Warum gibt es die UVV Prüfung?

Maschinen und technische Anlagen verlieren nach einiger Zeit aus unterschiedlichen Gründen ihre Funktionstüchtigkeit und arbeiten nicht mehr richtig oder nur noch eingeschränkt. Die Gründe können zum Beispiel mit Verschleiß von Bauteilen, Korrosion oder der Verbrauch von Betriebsmitteln sein. Der Verlust einiger Funktionen kann sich durch Mängel in der Produktion bemerkbar machen. Aber auch sicherheitstechnische Aspekte können davon betroffen sein.

Aus diesem Grund geben alle Hersteller von Maschinen und Anlagen bestimmte Wartungsintervalle vor, in denen die Anlagen auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden müssen. Hinzu kommt, dass auch die Prüffristen der Betriebssicherheitsverordnung sowie die Unfallverhütungsvorschriften eingehalten werden müssen. Deshalb wird die UVV Prüfung im vorgegeben Prüfungsintervall von einer befähigten oder sachkundigen Person durchgeführt.

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Wer ist eine sachkundige oder befähigte Person nach UVV?

Als Sachkundiger oder sachkundige Person gilt, wer aufgrund seiner fachlichen oder produktspezifischen Ausbildung oder aufgrund von Erfahrungen auf dem Fachgebiet in der Lage ist, eine UVV Prüfung durchzuführen. Neben den fachlichen Anforderungen sind die Kenntnisse der Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften Voraussetzung für eine prüfende Tätigkeit. Die Person muss zudem mit den allgemeinen Regeln und Richtlinien der Technik und Normen, den VDE-Bestimmungen und den technischen Regelungen der EU-Staaten vertraut sein.

Durch die Betriebssicherheitsverordnung sind außerdem befähigte Personen in der Lage die UVV Prüfung durchzuführen. Als befähigte Person definiert diese Verordnung eine Person, die durch ihre Ausbildung, Berufserfahrung oder berufliche Tätigkeit über die notwendigen fachlichen Kenntnisse verfügt, um die Prüfung vorzunehmen.

Was geschieht bei einer UVV Prüfung?

Maschinen und Anlagen, die durch Abnutzung oder andere Einflüsse eine Gefährdung von Personen hervorrufen können, müssen in wiederkehrenden Intervallen auf ihre Betriebssicherheit überprüft werden. Dabei ist zu untersuchen:

  • die Einstellung aller für die Sicherheit der Anlage relevanter Bauteile und Sicherheitseinrichtungen
  • der Zustand von Komponenten, die dem Verschleiß unterliegen (wie zum Beispiel Bremsen, Räder, Kupplungen, Reifen, tragende Komponenten, etc.)
  • die Funktion aller für die Sicherheit der Anlage relevanter Bauteile und Sicherheitseinrichtungen (wie zum Beispiel Verriegelungen, Warnvorrichtungen, Notabschaltung, Lichtschranke, Sensoren, etc.)
  • Eignung des Arbeitsmittels (wie zum Beispiel Stapler, Kran, Lastenaufzüge, etc.)

Die genaue Prüfung von Arbeitsmitteln wird in der Betriebssicherheitsverordnung zusammengefasst. Die Verordnung bestimmt, dass der Betreiber die Prüffristen einer Anlage aufgrund der individuellen Einsatzbedingungen wie Intensität der Nutzung, Zeitdauer und Häufigkeit selbstständig festlegen kann. Zudem muss er den Umfang der Prüfung bestimmen und die „befähigte Person“ damit beauftragen.

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Was muss bei einer UVV Prüfung nachgewiesen werden?

Über die bei der UVV Prüfung vorgenommenen Überprüfungen muss Buch geführt werden. Das Prüfbuch enthält folgende Sachverhalte:

  • Umfang der Prüfung
  • Datum der Prüfung
  • Ergebnis und festgestellte Mängel
  • Beurteilung über einen weiteren Betrieb oder ggf. Sicherheitsbedenken
  • Termin einer Nachprüfung (falls erforderlich)
  • Name und Anschrift des Prüfers

Bei der UVV Prüfung festgestellte Mängel müssen sofort beseitigt werden. Nach einer erfolgreichen Prüfung wird an dem Arbeitsmittel eine Prüfplakette angebracht, auf welcher der nächste Prüftermin eingetragen ist. Eine Kopie des Prüfungsnachweises wird zu dem Betriebs- oder Arbeitsmittel gelegt. Alle Nachweise müssen auf Verlangen der Berufsgenossenschaft vorgelegt werden. Haben Arbeitsmittel die Prüfplakette nicht erhalten, dürfen diese nicht weiter betrieben werden.

Gibt es auch Ausnahmen von der UVV Prüfung?

Die Unfallverhütungsvorschriften gehören zum staatlich anerkannten autonomen Satzungsrecht der Berufsgenossenschaften. Diese Rechtsvorschriften sind für alle Unternehmer und Versicherte Berufsgenossenschaften verbindlich, jedoch nicht für Dritte. Eine Ausnahme besteht zum Beispiel für Unternehmen aus dem Ausland oder deren Beschäftigte, die eine Tätigkeit im Inland ausüben, ohne einem heimischen Versicherungsträger anzugehören.

Eine Abweichung von den UVV ist nur dann möglich, wenn die Berufsgenossenschaft eine entsprechende Ausnahme genehmigt hat. Die Berufsgenossenschaften begleiten die Unternehmen oder Versicherten beratend und können in einem Ordnungswidrigkeitenverfahren Bußgelder verhängen. Für die UVV Prüfung überwachungsbedürftiger Anlagen sind Höchstfristen festgelegt. Werden diese nicht eingehalten, kann es zu rechtlichen Problemen kommen.

Welche Prüfungsintervalle sind für die UVV Prüfung vorgesehen?

Während die UVV in der Vergangenheit jährliche Prüfungen vorschrieb, fordert die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) den Betreiber auf, im Rahmen seiner zuständigen Verantwortung einer Gefährdungsbeurteilung für seine Anlagen und Arbeitsmittel zu erstellen. In dieser Beurteilung wird auch festgelegt, in welchen Intervallen die Arbeitsmittel zu prüfen sind.

Eine Verlängerung der Prüfungsintervalle scheint auf den ersten Blick eine Möglichkeit zu sein, um Kosten zu sparen. Das ist jedoch nicht so einfach möglich, denn die zurückgenommene jährliche Prüfung der UVV findet sich nun in den Berufsgenossenschaftlichen Regeln (BGR 500 „Betreiben von Arbeitsmitteln“) wieder. Die BGR 500 schreibt vor, dass die Prüffrist zwar geändert werden kann, wenn der Nachweis der Notwendigkeit erbracht wird. In diesem Fall muss der Betreiber begründen, warum ein jährliches Prüfintervall nicht zweckdienlich ist. Diese Begründung muss schriftlich erfolgen und kann sehr aufwendig sein, denn alle Mängel, Instandsetzungen und Wartungen müssen dokumentiert werden.

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Wer ist für eine UVV Prüfung verantwortlich?

Während früher Sachverständige mit der UVV Prüfung betraut wurden, schreibt die BGR 500 befähigte Personen mit der Betrauung der Prüfung vor. Diese Personen sind dafür zuständig, die Einhaltung der UVV zu überprüfen. Grundsätzlich haftet für die Prüfung der Arbeitsmittel der Unternehmer. Da dieser die Prüfung nicht selber durchführen kann, ist es möglich die Verantwortung an eine befähigte Person zu delegieren.

Die Übertragung der Verantwortung muss in Form einer schriftlichen Beauftragung geschehen. Hierbei wird die verantwortliche Person benannt, die für die ordnungsgemäße Prüfung der Arbeitsmittel und deren Dokumentation vorgesehen ist. In diesem schriftlichen Verfahren ist genau festzulegen, für welche Arbeitsmittel der Mitarbeiter die Beauftragung erhält. Der Unternehmer hat außerdem die Pflicht, sich vom notwendigen Fachwissen des Mitarbeiters zu überzeugen. Technische Innovationen oder Änderungen der Vorschriften machen oft eine praxisnahe Weiterbildung des Mitarbeiters notwendig.

Haben Mitarbeiter Umgang mit Gefahrstoffen, müssen diese mithilfe der Betriebsanweisung über denkbare Gefahren und mögliche Schutzmaßnahmen unterwiesen werden. Diese Unterweisung hat vor der Beschäftigung und mindestens einmal im Jahr mündlich und auf den Arbeitsplatz bezogen zu erfolgen. Nachweise dieser Unterweisung sind zwei Jahre aufzubewahren. Wegen den häufig wechselnden Arbeitsplatzbedingungen ist diese Unterweisung von großer Bedeutung.

Noch Fragen zur UVV Prüfung?

Ohne Zweifel gibt es bei der UVV Prüfung eine Menge zu beachten. Doch keine Angst – die Experten von E+Service+Check GmbH stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

✅ Was kostet eine UVV Prüfung bei E+Service+Check GmbH?

Die Kosten für eine UVV Prüfung variieren je nach Komplexität und Aufwand. Gern beraten wir Sie telefonisch, oder vereinbaren einen Termin für ein persönliches Gespräch. Falls Sie noch Fragen zu den Preisen haben, oder ein Angebot wünschen können Sie uns hier kontaktieren, oder Sie rufen unsere Kundenberater unter: Tel. 034462-6962-0 an.

✅ Warum sollte ich E+Service+Check GmbH beauftragen und nicht einen anderen Anbieter?

Ganz einfach. Weil Sie hier das beste Preis / Leistungsverhältnis bekommen. Unsere Vorteile gegenüber der Konkurrenz:

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  • Zertifiziert für die Prüfung elektrischer Betriebsmittel und Anlagen nach DIN ISO 9001:2015
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✅ Ist E+Service+Check GmbH auch in meiner Nähe?

Ja, mit über 250 Mitarbeitern und 3000 Kunden betreiben wir ein flächendeckendes Netz über Deutschland. Egal wo und wie viele Betriebsmittel Sie haben, für uns ist kein Auftrag zu klein, oder zu groß. Wir prüfen aktuell monatlich über 400.000 Betriebsmittel und Anlagen. Hier können Sie mit uns in Kontakt treten.

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