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Bei dem E-Check handelt es sich um eine normengerechte, anerkannte Prüfung ortsveränderlicher Geräte und Prüfung elektrischer Anlagen. Aber wozu ist diese Prüfung überhaupt gut und was genau wird dabei untersucht? Wie oft muss der E-Check durchgeführt werden? Diese und viele weitere Fragen werden in den folgenden Zeilen beantwortet.

E-Check: Sicherheit, Schadensprävention, Energiesparen

Trotz regelmäßiger Wartung von Elektroinstallationen und -geräten ist nicht auszuschließen, dass es im Laufe der Zeit zu einem sicherheitsrelevanten Mangel kommt. Schlechte Kontakte, Installationsfehler und überholte Sicherungsverteiler sind nicht nur ein ernstzunehmender Risikofaktor für die Gesundheit, sondern können auch zu überflüssigen Kosten führen.

Bei einem E-Check werden alle elektrische Anlagen und Geräte geprüft. Es wird ermittelt, ob sich diese (noch) in einem ordnungsgemäßen Zustand im Sinne der geltenden VDE-Bestimmungen befinden. Insofern dies der Fall ist, wird der einwandfreie Zustand durch eine Prüfplakette bescheinigt. Darüber hinaus wird der Zustand der Anlagen und Geräte in einem detaillierten Prüfprotokoll dokumentiert. Auch zu behebende Mängel werden dort erfasst.

Im Rahmen dieser Prüfung werden unter anderem Schutzeinrichtungen, Elektroinstallationen, elektrobetriebene Maschinen und Personenschutzautomaten untersucht. Außerdem werden ortsfeste elektrische Geräte wie z. B. Klimaanlagen, Herde, Wasserspeicher und dergleichen getestet. Nicht zuletzt findet auch eine Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel statt. Dazu zählen beispielsweise Staubsauger, Monitore, Drucker, Werkzeuge usw.

den E-Check Prüfer

E-Check nach DGUV Vorschrift 3: Wie oft?

Wie oft eine Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 stattfinden sollte, hängt davon ab, ob es sich bei den zu überprüfenden Geräten um ortsfeste oder ortsveränderliche Betriebsmittel handelt. Ortsfeste Anlagen sollten im besten Fall alle 4 Jahre einer Prüfung unterziehen werden. Bei ortsveränderlichen Geräten gilt eine jährliche Prüfung als sinnvoll. Darüber hinaus müssen noch zahlreiche Regelungen für besonders beanspruchte Geräte beachtet werden. Vor allem im gewerblichen Bereich ist daher ein individuelles Prüfungszeitfenster ratsam. Um individuelle DGUV V3 Prüffristen zu ermitteln, ist ein professioneller Fachbetrieb der richtige Ansprechpartner.

Durch Alterung kann es schnell bei elektrischen Geräten zu Funktionsstörungen kommen. Auch wenn keinerlei Veränderungen an der Installation vorgenommen wurde, sind altersbedingte Schäden nicht auszuschließen. Durch die Prüfung im Rahmen der DGUV Vorschrift wird attestiert, dass die geprüften Geräte und Anlagen den aktuellsten Sicherheitsbestimmungen entsprechen.

FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum E-Check

  1. Wer führt die Prüfung durch?

Die Prüfung nach DGUV V3 (ehem. BGV A3) darf nur von geschulten Innungsfachbetrieben durchgeführt werden. Die für die Region infrage kommenden Betriebe lassen sich im Internet schnell ausfindig machen. Dazu genügt es, den Begriff „E-Check Fachbetrieb“ in eine Suchmaschine einzugeben.

  1. Was kostet der E-Check?

Die DGUV V3 Prüfung Kosten sind von verschiedenen Faktoren abhängig. So richten sie sich einerseits nach der Anzahl und Größe der zu prüfenden Geräte und Anlagen. Andererseits wird der Preis aber auch vom Umfang der Beratungsleistungen beeinflusst. Generell bezieht sich die Untersuchung nicht nur auf den Bereich Sicherheit, sondern auch auf die beiden Bereiche Energiesparen und Komfort. Die genauen Kosten können in der Regel nur im Rahmen eines persönlichen Angebots ermittelt werden. Aufgrund von veralteten Anlagen und deren Schadenspotenzial können Kosten entstehen, die den Preis für einen E-Check bei weitem übersteigen.

  1. Warum sollte eine Prüfung nach DGUV V3 jetzt durchgeführt werden?

Von einem Elektrogerät kann nicht erwartet werden, dass es ohne Instandhaltung langfristig einsatzfähig bleibt. Leider werden Elektrogeräte im Laufe der Zeit nicht unbedingt besser und zuverlässiger. Unkalkulierbare Sicherheitsrisiken, die in der Regel mit hohen Folgekosten einhergehen, lassen sich von vornherein vermeiden: Eine Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel und ortsfester Anlagen im Rahmen der DGUV V3 ist die geprüfte Sicherheit der Elektrogeräte und Elektroinstallationen.

  1. Wie kann durch den E-Check Geld gespart werden?

Durch eine Prüfung nach DGUV V3 lassen sich unangenehme Überraschungen vermeiden, denn hohe Reparaturkosten können damit erspart bleiben. Zudem kann der korrekte Zustand der Anlage jederzeit im Schadensfall bestätigt werden. Da bei der Prüfung auch die Möglichkeit besteht, von einer umfassenden Energieberatung Anspruch zu nehmen, können zusätzliche Kosten gespart werden. Schließlich benötigen moderne Elektrogeräte oder -leuchten oft 30 – 50 % weniger Energie, als veraltete Techniken.

  1. Was beweist, dass eine Prüfung nach DGUV Vorschrift durchgeführt wurde?

Der Zustand der elektrischen Geräte und Anlagen wird in einem umfassenden Prüfprotokoll dokumentiert. Befinden sich alle Geräte und Anlagen in einem ordnungsgemäßen Zustand nach DGUV V3, wird zudem eine Prüfplakette ausgestellt. Somit ist das Prüfprotokoll der Beweis, dass eine Elektroprüfung erfolgt ist.

  1. Wie stehen die Versicherungen zur Prüfung nach DGUV Vorschrift 3?

Immer mehr Versicherungen erkennen das offiziell geprüfte Dokument für Elektroinstallationen an. In zahlreichen Fällen können Kunden, die regelmäßig die Geräte und Anlagen im Rahmen der DGUV V3 prüfen lassen, von attraktiven Prämienvorteilen profitieren, weil das Schadensrisiko durch Blitzschlag, Brand oder Überspannung auf ein Minimum reduziert wird. Durch den E-Check wird ein Vorsprung an Sicherheit gewährleistet, der sich letzten Endes auch in den Versicherungsprämien wiederfindet.

den E-Check prüfprotokoll

  1. Erkennen Gerichte den E-Check an?

Auch privat genutzte Gebäude sind seit dem 1. Oktober 1997 nicht mehr von der Prüfpflicht ausgeschlossen. Auch wenn mit dieser Novellierung keine ausdrückliche Rechtspflicht für Privatkunden besteht, verweisen die Gerichte im Schadensfall aber auf bestimmte Richtlinien, wie beispielsweise die VDE-Norm. Die Prüfung nach DGUV V3 erlangt damit für Mieter, Hausverwaltungen, Wohnungseigentümer und Wohnungsbaugesellschaften eine besonders große Bedeutung. Da durch das Prüfprotokoll die geltenden technischen Vorschriften schwarz auf weiß nachgewiesen werden können, können damit im Ernstfall auch etwaige Schadensersatzansprüche als Nichtig erklärt werden.

  1. Warum kann es teuer werden, wenn auf eine Prüfung verzichtet wird?

Durch veraltete Sicherungsverteiler und Installationen, Isolationsfehler, Überspannung, schlechte Kontakte und dergleichen entstehen jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe. Deutschlandweit schlug beispielsweise der Blitz in den letzten 10 Jahren mehr als 400.000 Mal ein. Die Zahl der dadurch verursachten Schäden gleicht einer absurden, horrenden Menge. Vor allem wenn man bedenkt, dass die entstandenen Schäden und Defekte an den elektrischen Geräten und Anlagen vermeidbar gewesen wären.

  1. Welche Sicherheit bietet der E-Check?

Konnte bei einer Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel und ortsfester Geräte keine Beanstandungen gefunden werden, bekommt der Kunde die Gewissheit, dass die geprüften Elektroinstallationen und Elektrogeräte sämtlichen Sicherheitsaspekten genügen. Im Regelfall schützt man sich so gegen eventuelle Schadensersatzansprüche eines Versicherers. Konnten Mängel ausfindig gemacht werden, werden diese in dem Prüfprotokoll festgehalten und können sodann von einem Fachmann behoben werden. Auch dann ist der Kunde wieder gegen Schadensersatzansprüche abgesichert.

  1. Wie kann die Prüfung im Schadensfall helfen?

Kommt es zu einem Schadensfall, tritt unweigerlich die Frage auf, ob alle Elektroanlagen ordnungsgemäß funktioniert haben. Gefährliche Mängel lassen sich durch eine Prüfung nach DGUV V3 rechtzeitig erkennen. Sobald die Fehler und Defekte behoben sind, ist der Kunde optimal gegen Stromschlag, Überspannung, Überlastung und dergleichen geschützt. Kommt es dennoch zu einem Schadensfall, kann der korrekte Zustand der Anlagen durch das Prüfprotokoll beim Versicherer belegt werden.

  1. Ist eine Prüfung nötig, wenn keine Veränderungen vorgenommen wurden?

Auch wenn keinerlei Veränderungen an den Installationen vorgenommen worden sind, sollte der ordnungsgemäße Zustand der Anlagen trotzdem regelmäßig geprüft werden. Damit stellt der Kunde sicher, dass alle Geräte und Anlagen noch den aktuell geltenden Sicherheitsbestimmungen entsprechen.

  1. Beinhaltet die Prüfung auch die Informations- und Kommunikationstechnik?

Auch die Informations- und Kommunikationstechnik wird durch die erfahrenen Experten geprüft. Dazu zählen alle technischen Geräte im Büro – vom PC bis zum Monitor, vom Aktenvernichter bis zur Klimaanlage.

  1. Wie lange dauert die Prüfung?

Welchen Zeitaufwand die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel und ortsfester Geräte in Anspruch nimmt, ist abhängig von der Größe und Anzahl der zu prüfenden Geräte. Die Dauer kann deshalb zwischen wenigen Stunden und mehreren Tagen variieren.

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