Was kostet die Prüfung Ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel?

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Allgemeine Informationen für die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach der DGUV Vorschrift 3

Die Prüfung Ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel – Bei der DGUV Vorschrift 3 handelt es sich um eine Sicherheitsbestimmung, welche das Risiko von Unfällen im Arbeitsumfeld minimieren soll. Das Kürzel steht für den Verband der deutschen gesetzlichen Unfallversicherungen e. V., welcher im Jahre 2007 infolge der Vereinigung des Hauptverbandes der Unfallversicherungen und des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften gegründet wurde. Zunächst wurde die Unfallverhütungsvorschrift als BGV A3 bezeichnet, jedoch ist sie seit dem Jahre 2014 unter der Abkürzung DGUV V3 bekannt. Die Inhalte der BGV A3 sind unverändert geblieben.

Die Durchführung der DGUV Vorschrift 3 Prüfungen stellt für Unternehmer eine rechtliche Absicherung im Falle eines Personen- oder Sachschadens dar. Zu den rechtlichen Anforderungen gehört im Wesentlichen das Einhalten der Prüffristen, das Auswählen von qualifizierten Prüfern sowie das Aufbewahren der Gefährdungsbeurteilungen und Prüfprotokolle. Im weiteren Verlauf werden die Kosten für die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel ins Detail gehend behandelt.

Die Unterscheidung zwischen den Objekten

In Bezug auf die verschiedenen Arten von DGUV V3 Prüfungen wird in erster Linie zwischen den Objekten unterschieden. Zu den Objekten können ortsfeste elektrischen Betriebsmittel, ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel, stationäre elektrische Anlagen und nichtstationären elektrischen Anlagen gehören. Ortsfeste elektrische Betriebsmittel stellen Geräte dar, die aufgrund ihrer Masse oder wegen einer dauerhaften mechanischen Befestigung nicht ohne Weiteres transportiert werden können. Geräte wie Bauleuchten und Drucklufthammer zählen auf Baustellen zu den ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln, während in Büroräumen zu diesen Geräten die Laptops, Wasserkocher und Kaffeemaschinen gehören. Auf Baustellen werden als stationäre elektrische Anlagen beispielsweise Krananlagen und als nicht-stationäre Anlagen beispielsweise Sägeanlagen definiert.

die Prüfung Ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel

Die Kosten für die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach DGUV V3

Die Kosten für die DGUV Vorschrift 3 Prüfungen können sehr unterschiedlich ausfallen. Auf jeden Fall sollte weder der günstigste Anbieter noch der teuerste Anbieter ausgewählt werden. Schließlich werden die besonders günstigen Prüfdienstleister aller Voraussicht nach nicht über die notwendigen Qualifikationen bzw. Qualitäten verfügen, um eine rechtssichere Prüfung durchzuführen. Fakt ist, dass die Prüfer nach TRBS 1203 ausgebildet sein und einwandfrei funktionierende Prüf- und Messgeräte verwenden müssen, um eine DGUV Prüfung durchführen zu dürfen. Demnach sollten ungewöhnlich preiswerte Angebote von Arbeitgebern mit Vorsicht genossen werden.

In der Regel handelt es sich bei den befugten Prüfern um Elektrotechniker, Elektromeister oder sogar um Elektroingenieure. Eine firmeninterne DGUV Prüfung ist möglich, solange das Unternehmen über einen Mitarbeiter verfügt, welcher die erforderlichen Qualifikationen aufweist. Insgesamt müssen sämtliche Bestimmungen des VDE eingehalten werden. Die Abkürzung VDE steht für den Verband deutscher Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e. V., welcher 1983 gegründet wurde und die Unfallverhütungsvorschriften für die entsprechenden Arbeitsbereiche in Form von VDE-Normen bekannt gibt. Demnach könnte eine DGUV V3 Prüfung auch als eine VDE Prüfung bezeichnet werden. Eine äußerst wichtige Norm für die VDE Prüfung stellt z. B. die DIN VDE 0105-100 dar.

Angesichts der zahlreichen Anforderungen an die Prüfunternehmen werden außergewöhnlich günstige Prüfunternehmen vermutlich nicht über die erforderlichen Kompetenzen verfügen. Die Kosten für die Durchführung einer DGUV V3 Prüfung setzt sich aus dem Umfang der Geräte und Anlagen, der Art der Geräte und Anlagen sowie den Anfahrtskosten zusammen. Die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel kostet beispielsweise weniger als die Prüfung von stationären elektrischen Anlagen. Einen weiteren Einfluss auf die Kosten können die Gegebenheiten der Geräte und Anlagen haben.

In Bezug auf die Kosten für die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel ist festzustellen, dass die Kosten für die Prüfung von Elektrowerkzeugen wie Akkuschraubern im Durchschnitt bei etwa 9,50 Euro liegen, während die Kosten für die Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen durchschnittlich etwa 11,40 Euro beträgt. Zusätzlich existieren bestimmte Pauschalpreise für den Service sowie für die Fracht. Weiter sollte beachtet werden, dass zu den Kosten einer Erstprüfung die Erfassungskosten gehören. Gegebenenfalls können durch die Reparatur von defekten Geräten und Anlagen weitere Kosten für den Unternehmer entstehen. Einerseits hängt eine rechtssichere DGUV V3 Prüfung mit hohen Ausgaben zusammen, andererseits kann ein sorgfältig geführtes Prüfprotokoll im Falle eines Personenschadens vor Gericht als Beweisdokument zugunsten des Unternehmers verwendet werden. Letztlich sollten Unternehmer für einen E-Check nach einem marktüblichen Preis Ausschau halten, weil Arbeitgebern im Falle eines Rechtsstreits von der Versicherung auf der Grundlage der Auswahl eines besonders günstigen Prüfunternehmens eine Verantwortungslosigkeit vorgeworfen werden kann.

Die Prüfung ortsveränderlicher elektrische Betriebsmittel nach DGUV V3 – Neugeräte

Der Gesetzgeber verpflichtet Arbeitgeber zu einer Erstprüfung von neuen Geräten und Anlagen. Dementsprechend stellt die Erstprüfung eine wesentliche Voraussetzung für die Erstinbetriebnahme von Neugeräten dar. Die Erstprüfung nach der DGUV Vorschrift 3 dient der Kontrolle der gesetzlichen Normen in Bezug auf die vertraglich bestimmte Beschaffenheit, Funktion sowie Sicherheit der Anlagen und Betriebsmittel. Selbstverständlich muss die Erstprüfung in einem Prüfprotokoll schriftlich festgehalten werden. Tatsächlich können unter Umständen die neu angeschafften Betriebsmittel von der Erstprüfung befreit werden. Dazu muss der Hersteller garantieren, dass die entsprechenden Geräte bzw. Anlagen den Sicherheitsbestimmungen der DGUV V3 als auch DGUV V4 entsprechen.

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Die Fristen der DGUV Vorschrift 3 Prüfungen

Es existieren strenge Fristen für die DGUV V3 Prüfungen. Die konkrete Länge der Prüffristen hängt von einigen Faktoren ab. Auf beispielsweise Baustellen werden die ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel innerhalb von drei bis sechs Monaten einer Elektrogeräteprüfung unterzogen. Diese Frist für den E-Check kann auf bis zu einem Jahr ausgedehnt werden, solange die Fehlerquote im Rahmen der vergangenen E-Checks unter zwei Prozent lag. Nur unter dieser Bedingung darf die Prüffrist auf Baustellen verlängert werden. In industriellen Betrieben, gewerblichen Küchen, Krankenhäusern, Pflegezentren, Schulen und öffentlichen Einrichtungen beträgt die Prüffrist für ortsveränderliche elektrische Geräte ein Jahr, während in Verwaltungen als auch Büroräumen alle zwei Jahre eine Prüfung erforderlich ist. Fortführend müssen für eine rechtssichere Elektrogeräteprüfung nach der DGUV V3 weitere Bedingungen erfüllt werden. Außerdem muss vor der Durchführung einer DGUV V3 Prüfung eine Gefährdungsbeurteilung angefertigt werden, welche gemäß § 3 Absatz 7 Satz 1 und Satz 2 der Betriebssicherheitsverordnung in regelmäßigen Zeitabständen aktualisiert werden muss.

Die Meinungsverschiedenheiten bei der Bestimmung der Fristen

Bis zur Einigung auf die Länge der verschiedenen Fristen ist es ein langer Weg gewesen. Eine zu kurze Zeitspanne für die Durchführung der DGUV V3 Prüfungen würde dazu führen, dass die Unternehmen überflüssige Kosten tragen müssten. Immerhin ist es eher unwahrscheinlich, dass eine Bohrmaschine innerhalb eines Monats einen Defekt aufweist. Andererseits würde eine Bohrmaschine innerhalb von zwei Jahren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Verschleiß entwickelt haben, welcher zu einem erhöhten Risiko für Sach- und Personenschäden führen könnte. Auf der Suche nach dem goldenen Mittelweg im Hinblick auf die Länge der Prüffristen wurde zwischen der Sicherheit der Mitarbeiter und den Kosten für die Unternehmer abgewogen.

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