BGW DGUV V3

BGW DGUV V3 – Tatsache ist, dass die Unfallzahlen durch defekte elektrische Geräte und Anlagen in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen sind. Das ist darauf zurückzuführen, dass die DGUV (Verband deutscher Berufsgenossenschaften) sowie der VDE (Verband der deutschen Elektrotechniker Elektroniker Informationstechniker) durch ihre aktive fachliche Beteiligung bei der Gesetzgebung für verbesserte Sicherheit gesorgt haben. Der VDE ist zudem zuständig für die Errichtung von Normen. Der BGW ist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrt. Auch in diesem Bereich kommt die DGUV Vorschrift 3 zum Tragen, da auch hier ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel verwendet werden.

BGW DGUV V3 – Was bedeutet DGUV Vorschrift 3?

Um für ausreichende Betriebssicherheit zu sorgen, sind verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Zum einen sollte bereits präventiv dafür gesorgt werden, dass Unfälle erst gar nicht passieren können und zum anderen muss es entsprechend ausgebildetes Fachpersonal geben, dass sowohl präventiv handeln und entscheiden als auch im Notfall eingreifen kann.

Darüber hinaus ist es unumgänglich, dass Geräte und Anlagen im Dauereinsatz oder Notfallgeräte oder -einrichtungen funktionstüchtig sind und auch bleiben. Dies wird durch die DGUV sichergestellt. Diese beinhaltet drei Vorschriften. Die DGUV V1 ist jene Vorschrift, die sich mit der Prävention befasst. Die DGUV V2 regelt die Aufgaben der Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Die DGUV V3 behandelt die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel. Gerade im Gesundheitsbereich und im Bereich der Pflege müssen die verwendeten Elektrogeräte und medizinischen Betriebsmittel einwandfrei funktionieren. Man bezeichnet die Prüfung auch als Energys best friend.

Für die Normung und Betriebssicherheit ist in Deutschland als übergeordnete Stelle die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik zuständig. Für Europa ist die CENELEC dafür verantwortlich und international werden Normen und somit die Betriebssicherheit durch die IEC garantiert.

Welche ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel müssen im Gesundheitsdienst und der Wohlfahrt nach der DGUV Vorschrift 3 geprüft werden?

BGW DGUV V3 – Einmal abgesehen von den elektrischen medizinischen Geräten, die ständig in einer medizinischen Einrichtung oder einer Einrichtung der Wohlfahrt von einem Patienten zum anderen transportiert werden müssen, werden auch viele vom mobilen Dienst mitgeführt. Darüber hinaus befinden sich in all diesen Einrichtungen Drucker, Computer, Kopierer, Staubsauger, Treppenlifte, Trockner, Waschmaschinen, etc. Die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach der DGUV V3 bezieht sich auf all diese Geräte. Denn Kabelbrände oder Kurzschlüsse geschehen schnell und ohne Vorwarnung, wenn nicht präventiv geprüft wird. Kranke oder gebrechliche Menschen können sich nicht schnell bewegen. Dies ist zusätzlich Grund, warum hier besondere Vorsicht zu walten hat man nennt sie auch Energys best friend. Darüber hinaus fallen viele medizinische, elektrische Arbeitsgeräte unter das Medizinproduktrecht.

BGW DGUV V3

BGW DGUV V3 – Die DGUV V3 Prüfung im Gesundheitsdienst und der Wohlfahrt!

Sowohl die DGUV als auch die VDE finden auch in diesen Bereichen Anwendung. Die Prüfung befasst sich, zum Beispiel nach der VDE 0100 Teil 710 mit zahnmedizinisch genutzten Bereichen auseinander. Eingriffe am Kiefer gelten bereits als Operation. Diese Bereiche sind daher in der Gruppe 2 der VDE 0110-710 geregelt. Sogar die Beleuchtung ist speziell für das Gesundheitswesen in der VDE 5035-3 geregelt. Die einzelnen Räume müssen daher je nach der Art der Geräte und der Art der medizinischen Tätigkeit eingeteilt werden. Darüber hinaus muss die Notbeleuchtung/Antipanikbeleuchtung in diesen Bereichen gewährleistet sein. Diese ist in der DIN EN 1838 berücksichtigt. Die VDE Prüfung sowie DGUV Prüfung erfolgen immer in regelmäßigen Abständen. Somit wird sichergestellt, dass die Sicherheit der Menschen in der medizinischen Einrichtung gegeben ist.

Was ist bei der Einrichtung einer neuen Dienststelle nach der DGUV Vorschrift 3 zu berücksichtigen?

BGW DGUV V3 – Zunächst sollte festgelegt werden, welche Räume medizinisch genutzt werden und welche nicht. Dazu ist es empfehlenswert, eine elektrotechnische Fachkraft hinzuzuziehen. Es muss sichergestellt sein, dass in den Räumen genügend Steckdosen vorhanden sind. Darüber hinaus sollten alle elektrischen Betriebsmittel zertifiziert und geprüft sein. Die Auflistung aller ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel im Formblatt „Bestands- und Wartungsplan“ (Arbeitshilfen Nr. 5) ist ratsam. Dazu müssen alle Geräte nummeriert und eingetragen werden.

Die Geräte sollten einmal jährlich von einer elektrotechnischen Fachkraft nach der BGV A3 überprüft werden. Auch Haushaltsgeräte, wie zum Beispiel Staubsauger, Waschmaschine, Kaffeemaschine oder Bürogeräte wie Drucker, Computer und Co müssen überprüft werden. Jedes dieser Geräte kann die Ursache für einen Kabelbrand werden. Für die ordnungsgemäße Entsorgung des Elektroschrotts ist ebenfalls zu sorgen. Die Mitarbeiter müssen in der Handhabung der ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel fachkundig unterwiesen werden. Ein Mitarbeiter muss als Sicherheitsfachkraft geschult werden, um im Notfall eingreifen zu können. Der E-Check dient dazu, dass die Betriebssicherheit gewährleistet ist.

BGW DGUV V3 – Worauf ist besonders im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrt zu achten?

Überall dort, wo gebrechliche oder kranke Menschen betreut werden, ist auch deren Handicap zu berücksichtigen. Das heißt, werden in dieser Einrichtung viele Menschen mit Problemen der Feinmotorik betreut, ist bei den Installationen und Geräten darauf Rücksicht zu nehmen und dies in die DGUV Prüfung bzw. VDE Prüfung miteinzubeziehen. Das können zum Beispiel auch elektrische Geräte für Linkshänder sein. Werden diese Geräte von Menschen benutzt, die dafür nicht in der Lage sind, kann es zu schweren Unfällen kommen. Auch das wird im Zuge der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel geprüft.

BGW DGUV V3

Wie erfolgt die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach der DGUV Vorschrift 3?

Die DGUV V3 Prüfung beginnt mit einer Sichtprüfung der elektrischen Geräte. Dabei wird sichergestellt, dass die Isolierung nicht beschädigt und sie ordnungsgemäß eingesetzt werden. Die Elektrogeräteprüfung sieht danach einen Funktionstest vor. Danach werden die in der DGUV V3 vorgesehenen Werte, wie zum Beispiel Isolationswiderstand, Ableitstrom, etc. gemessen und in ein Prüfprotokoll eingetragen. Darin werden nach der BGV A3 die Geräte, die Gerätenummer, das Datum der Prüfung, Mängel, Maßnahmen zur Mängelbehebung, festgelegte Fristen, etc. festgehalten. Abschließend wird das Prüfprotokoll vom Prüfer unterschrieben. Die DGUV V3 Prüfung schreibt vor, dass nur berechtige fachkundige Personen diese DGUV V3 Prüfung durchführen dürfen. Dabei handelt es sich um Elektrofachkräfte, die eine entsprechende spezielle Schulung absolviert haben und über mehrjährige Praxis in diesem Bereich verfügen.

BGW DGUV V3

Wozu dient die DGUV V3 Prüfung?

BGW DGUV V3 – Dabei handelt es sich um die Sicherstellung, dass alle Betriebsmittel zweckmäßig verwendet werden und es zu keinen Unfällen kommen kann. Darüber hinaus wird mit der Prüfung gewährleistet, dass alle elektrischen Betriebsmittel funktionstüchtig und mängelfrei sind. Der Elektrogeräteprüfung im medizinischen Bereich kommt eine besondere Bedeutung zu. Gerade in diesem Bereich sorgt der E-Check dafür, dass besonders schutzbedürftige Menschen auch sicher sind. Die DGUV V3 berücksichtigt dabei im Speziellen, dass die Geräte auch so verwendet werden, wie sie gedacht sind. Darüber hinaus stellt die DGUV Vorschrift 3 klar, dass Menschen, die ein elektrisches Betriebsmittel nicht gut halten können, leicht einen Unfall erleiden können. Menschen, die diese Probleme nicht haben, lassen dies meistens außer Acht. In Altenheimen reicht oft schon ein alltäglicher Gegenstand, wie zum Beispiel ein Fön, ein Staubsauger, dass ältere Menschen entweder direkt oder indirekt gefährdet sind. Die DGUV V3 garantiert, dass auch Menschen mit Handicaps sicher in Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Wohlfahrt leben können.

BGW DGUV V3 – Fazit

Bei der DGUV V3 Prüfung müssen die Bereiche Gesundheitsdienst und Wohlfahrt mit besonderer Sorgfalt behandelt werden. Die Menschen, die sich in diesen Bereichen aufhalten, können sich bei Gefahr nicht so schnell in Sicherheit bringen bzw. ist das Reaktionsvermögen meistens beeinträchtigt. Deshalb muss durch die Prüfung sichergestellt sein, dass es zu keinen Unfällen durch Kabelbrand oder Kurzschluss kommen kann. Dazu gehört natürlich auch die zweckgebundene und ordnungsgemäße Verwendung der elektrischen Betriebsmittel.

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