Was muss nach DIN VDE 0113 geprueft und gemessen werden

Elektroprüfung VDE – Bei der Prüfung nach Richtlinien des Verbandes der Elektrotechnik (VDE) handelt es sich um eine der wesentlichen Voraussetzungen zur Nutzung elektrischer Geräte/Anlagen, die Unternehmen und Betriebe im Rahmen der Arbeitssicherheit durchführen lassen müssen. Diese Elektrogeräteprüfung schützt vor eventuellen Schäden und sich daraus ergebenden Haftungsansprüchen, die durch ungeprüfte Elektrogeräte verursacht werden.

Elektrische Anlagen sind laut Gesetz regelmäßig zu überprüfen, um sicherzustellen, dass eine ordnungsgemäße Funktion vorliegt. Die Prüfung nach VDE Richtlinien muss durch eine dafür ausgebildete Elektrofachkraft erfolgen und mithilfe geeigneter Mess-/Prüfverfahren erfolgen. Laut DGUV V3 Prüfung (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung Vorschrift 3) müssen sämtliche elektrisch betriebenen Anlagen und Betriebsmittel in regelmäßigen zeitlichen Abständen auf Fehlfunktionen untersucht und die fehlerfreie Funktion nachgewiesen werden. Die Durchführung muss in einem Prüfprotokoll dokumentiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass für Mitarbeiter/Besucher von diesen Betriebsmitteln keinerlei Gefährdung ausgeht. man nennt sie aus diesemGrund auch Energys best friend.

Welche mobilen Elektrogeräte werden nach VDE Richtlinien getestet?

Im Rahmen der DGUV V3 Überprüfung werden sämtliche Elektrogeräte/-anlagen getestet, die durch Steckvorrichtungen an eine Steckdose ihre Energie beziehen. Zu den typischen elektrischen Betriebsmitteln gehören unter anderem:

  • Computer, Drucker und Scanner
  • Monitore, Beamer sowie Kopierer
  • Faxgeräte, Receiver und Radios
  • Netzteile, Ladegeräte, Tischsteckdosen
  • Kabeltrommeln, Heizöfen, Dekoleuchten
  • Messgeräte, Ladegeräte oder Bohrmaschinen
  • Sägen, Schweißgeräte, Klebepistolen
  • Mikrowellen, Kaffeemaschinen sowie Deckenfluter und Kühlschränke.

Der E-Check wird unter anderem in Verwaltungen, Industrie-/Handwerksbetrieben, Arztpraxen und weiteren Betriebsstätten durchgeführt. Zur Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel sind lediglich zertifizierte Fachkräfte zugelassen, die die einzelnen Tests abschließend protokollieren müssen.

Elektropruefung VDE           Elektropruefung VDE

Elektroprüfung VDE – Wo sind zentrale Vorschriften der DGUV zu finden?

Durch DIN VDE Normen bestehen hierzulande und im europäischen Raum einheitliche Vorschriften für eine DGUV V3 Prüfung (BGV A3). Unter den DIN VDE 0105-100 und DIN VDE 0100-600 findet sich der maßgebliche rechtliche Rahmen. Die beauftragte Elektrofachkraft darf die Überprüfung der elektrischen Geräte ausschließlich mittels geeigneter beziehungsweise zugelassener Messgeräte durchführen.

Räume der „besonderen Art“ nach DGUV Vorschrift 3 überprüfen

Räume der sogenannten „besonderen Art“ sind einerseits Örtlichkeiten, in denen die Temperaturen auf über 30 Grad Celsius steigen können, andererseits Bereiche, in denen massive Feuchtigkeit/Nässe auftreten kann. Hier wird die DGUV V3 Prüfung aller ortsfesten elektrischen Geräte/Anlagen einmal pro Jahr vorgenommen.

Was macht eine Elektrofachkraft aus?

Bei einer Elektrofachkraft handelt es sich um eine zertifizierte Person, die in der Lage ist elektrotechnische Arbeiten auszuführen beziehungsweise angelernte Mitarbeiter zu überwachen. Unter der Europanorm EN 50110-1:2008-08-01 / Abschnitt 3.2.3 findet sich eine exakte Definition zur Elektrofachkraft. Es handelt sich hierbei um eine Person, die Prüfungen elektrischer Anlagen/Geräte nach DGUV Vorschrift 3 durchführen darf.

Die Elektrofachkraft besitzt dafür eine Kombination aus aktueller Erfahrung, speziellen Kenntnissen und einer fachgerechten Ausbildung. Elektrofachkräfte müssen umsichtig agieren und beispielsweise eventuelle Gefahren bei elektrischen/elektronischen Geräten erkennen, beheben oder generell vermeiden. Die aktuellen Kenntnisse einschlägiger Bestimmungen und die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen muss die Elektrofachkraft mittels Nachweis vorlegen.

Elektropruefung VDE

Elektroprüfung VDE – Ist ein Test nach DGUV Vorschrift 3 verpflichtend?

Eindeutig ja! Die Bestimmungen der DGUV V3 vom Verband der Elektrotechnik (VDE) definieren ganz klar wie elektrische Anlagen/Geräte zu besichtigen und zu testen sind.

DGUV Vorschrift 3 – Besichtigung nach VDE Richtlinien

Die Besichtigung einer DGUV Prüfung ist ein elementarer Punkt. Elektrofachkräfte müssen während dieses Abschnitts der Überprüfung elektrischer Betriebsmittel sämtliche Kabel/Leitungen sowie elektrischen Komponenten auf festen Halt, exakte Dimensionierung, sicheren Anschluss und Besonderheiten der Bauweisen prüfen. Des Weiteren muss beispielsweise durch Anfassen, Rütteln oder Ziehen getestet werden, ob sich Sicherungen und Zuleitungen aller elektrischer Bauteile in einem ordnungsgemäßen Zustand befinden. Weiterhin ist zu überprüfen, ob diese Bauteile alle nötigen Vorgaben, die in der DGUV V3 aufgeführt sind, erfüllen. Die VDE Prüfung wird mithilfe einer Checkliste durchgeführt.

Welche Unterpunkte sind zu beachten?

Essenzielle Unterpunkte der DGUV Vorschrift 3 (BGV A3) sind beispielsweise Hindernisse, Schutzmaßnahmen an Gehäusen und richtig angeschlossene Schutzleiter. Bei Unachtsamkeiten oder sogar Nachlässigkeiten der Elektrofachkraft kann es zu lebensgefährlichen Situationen für alle Mitarbeiter kommen, die die Geräte nutzen beziehungsweise die elektrischen Anlagen bedienen oder kontaktieren. Die Unterpunkte des E-Checks sind somit:

  • eine allgemeine Besichtigung
  • prüfen mit und ohne Schutzleiter
  • Überprüfung aller Schutzmaßnahmen gegen unmittelbare Berührungen.

Elektroprüfung VDE – Was bedeutet allgemeine Besichtigung?

Im Rahmen der DGUV V3 Prüfung ist die allgemeine Besichtigung als grobe in Augenscheinnahme durch eine zertifizierte Elektrofachkraft gemeint. Vorab sind allerdings die ermittelten Schutzklassen unbedingt zu überprüfen. Ansonsten müssen sich die Experten für Elektrotechnik auf vier Punkte fokussieren:

  • Die elektrischen Betriebsmittel werden auf ihre Standhaftigkeit gegen vorhandene örtliche Einflüsse geprüft/besichtigt. Schädigend könnte beispielsweise sein, wenn im direkten Umfeld der elektrischen Geräte eine Anlage positioniert ist, die heftige Vibrationen verursacht. Deshalb müssen in diesem Fall die zu überprüfenden Geräte so stabil verankert sein, dass Gefährdungen auszuschließen sind.
  • Die Überstrom-Schutzorgane der Leitungs-Querschnitte müssen gemessen werden. Bei diesem Test werden Schalter oder Schmelzsicherungen (Überstrom-Schutzorgane) darauf überprüft, ob diese dem Leitungs-Querschnitt entsprechen.
  • Ob eine ordnungsgemäße Beschriftung an den einzelnen Stromkreisen vorhanden ist. Laut DGUV V3 Prüfung müssen sämtliche Stromkreise so gekennzeichnet werden, dass Hauptstromkreise, Steuerstromkreise sowie Kleinspannung-Stromkreise eindeutig erkennbar sind. Die einzelnen Kennungen müssen farblich differieren.
  • Zur Durchführung einer allgemeinen Besichtigung sind die Schaltpläne zwingend erforderlich.

VDE Prüfung – was bedeutet Funktionsprobe?

Im Rahmen einer DGUV V3 Prüfung ortsveränderlicher Betriebsmittel/Geräte ist auch eine Funktionsprobe vorgeschrieben. Diese erfolgt normalerweise direkt nach der allgemeinen Besichtigung/Sichtprüfung. Bei dem Funktionstest muss der Elektro-Experte unter anderem auf Geräusche und beispielsweise Rauch oder unnormalen Geruch sowie wackelnde Bauteile oder ähnliches achten. Auch dieser Abschnitt der Überprüfung nach DGUV V3 wird in einem Prüfprotokoll beziehungsweise einer Dokumentation festgehalten und anschließend ausgewertet.

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Elektroprüfung VDE – Was sind ortsveränderliche Betriebsmittel?

Jeder Betrieb und jedes Unternehmen besitzt ortveränderliche und ortsfeste Arbeits-/Betriebsmittel. Der Unterschied ist dabei die Mobilität. Ortsveränderliche elektrische Geräte haben den Vorteil, dass ein Stecker vorhanden ist, welcher lediglich gezogen wird. Dadurch sind diese Betriebsmittel flexibel einsetzbar. Bei der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel müssen nur Geräte getestet werden, die sich ohne zusätzliche Umbauten bewegen lassen.

Elektroprüfung VDE Schutzklassen liefern wichtige Informationen zur Sicherheit

Elektrisch betriebene Arbeitsmittel unterliegen bestimmten Schutzklassen. Bei der Elektrogeräteprüfung vermitteln Schutzklassen wichtige Hinweise auf die Sicherheit. So zum Beispiel darüber, welche Art Schutzisolation durch den Hersteller bereits im Werk ausgeführt wurde. Die Elektrofachkraft ist im Rahmen der Überprüfung mobiler Elektrogeräte dazu verpflichtet die Schutzklassen unbedingt zu beachten. Nur dadurch lassen sich exakte Messwerte ermitteln und die Person setzt sich keiner unnötigen Gefahr aus.

Was bedeutet Schutzklasse I?

Durch die Schutzklasse I erhält der Elektro-Experte für die DGUV Prüfung die Information, dass an diesem Gerät drei Kontakte vorhanden sind. Zwei Kontakte werden für die normale Stromzufuhr benötigt, ein Kontakt dient als Schutzleiter.

Schutzleiter dienen zur Erdung der Elektrogeräte. Für den sogenannten Erdschluss wird eine Sicherung oder ein FI-Schalter benötigt. Bei einem E-Check muss deshalb unbedingt getestet werden, ob sämtliche Kontakte gemäß der DGUV V3 funktionieren und Nutzer/Anwender so vor lebensgefährlichen Stromschlägen schützen.

Schutzklasse II und III – Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel

Die Schutzklasse II beinhaltet elektrische Geräte, die zwei Kontakte besitzen, jedoch keinen Schutzleiter. Allerdings gewährleistet die doppelt verstärkte Isolierung als Schutz, dass elektrische Spannung nicht auf berührbare Bauteile des Gerätes übergehen kann. Deshalb müssen Elektrofachkräfte bei einer Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 testen, ob die bestehende Schutzisolierung intakt ist und sich sämtliche Gerätefunktionen vollständig ausführen lassen.

Die Schutzklasse III gibt darüber Auskunft, welche ortsveränderlichen Geräte über keinen Schutzleiter verfügen. Bei einer Überprüfung nach DGUV V3 und VDE (Verband der Elektrotechnik) muss nachgeprüft werden, ob die verstärkte Schutzisolierung vorhanden ist und ob die Richtwerte der Spannung eingehalten werden.

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