Wie setzen sich die Kosten einer DGUV-V3-Prüfung zusammen?
Die Kosten einer elektrischen Prüfung lassen sich nicht mit einem einheitlichen Pauschalpreis für jedes Unternehmen angeben. Entscheidend sind insbesondere Anzahl und Art der zu prüfenden Betriebsmittel beziehungsweise Anlagen, die Zugänglichkeit vor Ort, die Prüfbedingungen und der erforderliche Dokumentationsaufwand.
Ein wesentlicher Kostenfaktor ist der tatsächliche Zeitaufwand für die Durchführung der Prüfung. Dazu können je nach Prüfobjekt Sichtprüfungen, Funktionsprüfungen, elektrische Messungen, die Erfassung der Prüflinge und die Dokumentation der Ergebnisse gehören.
Deshalb sollte ein belastbares Angebot immer auf den konkreten Gerätebestand und die betrieblichen Bedingungen abgestimmt werden.
Welche Faktoren beeinflussen den Preis einer DGUV-V3-Prüfung?
Die Kalkulation hängt von mehreren betrieblichen und technischen Faktoren ab:
- Anzahl der Prüflinge: Größere Stückzahlen ermöglichen häufig effizientere Prüfabläufe und können dadurch den Aufwand pro geprüftem Betriebsmittel reduzieren.
- Art der Betriebsmittel und Anlagen: Die Prüfung eines Bürogeräts unterscheidet sich deutlich von der Prüfung einer elektrischen Verteilung, Maschine oder komplexen Anlage.
- Prüfumgebung: Prüfungen in Bürobereichen lassen sich organisatorisch anders durchführen als beispielsweise in Produktionshallen, Werkstätten, Reinräumen oder im Schichtbetrieb.
- Zugänglichkeit: Frei zugängliche Geräte und Anlagen können schneller geprüft werden als schwer erreichbare, verbaute oder nur während bestimmter Betriebszeiten zugängliche Prüflinge.
- Ersterfassung und Inventarisierung: Müssen Geräte erstmals erfasst, gekennzeichnet oder vorhandene Datenbestände aufgebaut werden, entsteht zusätzlicher Aufwand.
- Anzahl der Standorte: Bei mehreren Niederlassungen spielen auch Reise-, Planungs- und Koordinationsaufwand eine Rolle.
- Betriebliche Anforderungen: Abschaltfenster, Produktionsabläufe oder besondere Sicherheits- und Zutrittsbedingungen können die Durchführung beeinflussen.
- Dokumentationsumfang: Umfang und Struktur der gewünschten Prüfdokumentation können ebenfalls Bestandteil der Kalkulation sein.
Warum gibt es keinen einheitlichen Preis pro Gerät?
Ein pauschaler Stückpreis ist nur eingeschränkt aussagekräftig, weil der Prüfaufwand je nach Betriebsmittel und Einsatzumgebung sehr unterschiedlich sein kann.
Ein leicht zugängliches Bürogerät verursacht beispielsweise einen anderen Aufwand als ein Betriebsmittel in einer laufenden Produktionsanlage oder eine ortsfeste elektrische Verteilung. Auch Ersterfassung, Anzahl der Standorte und organisatorische Anforderungen wirken sich auf die Kalkulation aus.
Deshalb erstellen wir Angebote auf Grundlage des tatsächlichen Prüfbestands und der Bedingungen vor Ort.
Worauf sollten Unternehmen bei Prüfangeboten achten?
Nicht nur der Angebotspreis sollte bei der Auswahl eines Prüfdienstleisters berücksichtigt werden. Entscheidend ist auch, welche Leistungen im Angebot tatsächlich enthalten sind und wie die Prüfung organisiert und dokumentiert wird.
Achten Sie beispielsweise darauf,
- welche Betriebsmittel und Anlagen im Angebot enthalten sind,
- welcher Prüfumfang vorgesehen ist,
- ob Erfassung und Kennzeichnung berücksichtigt sind,
- wie mit nicht zugänglichen Prüflingen umgegangen wird,
- welche Dokumentation Sie nach Abschluss erhalten,
- ob Reise-, Projekt- oder Zusatzkosten transparent ausgewiesen sind,
- welche Qualifikation für die jeweilige Prüfaufgabe vorgesehen ist.
So lassen sich Angebote besser vergleichen und spätere Zusatzkosten oder Missverständnisse vermeiden.
Transparente Kalkulation mit E+SERVICE+CHECK
Vor der Angebotserstellung erfassen wir die wesentlichen Rahmenbedingungen Ihres Prüfprojekts. Dazu gehören insbesondere Art und Anzahl der Prüflinge, Standorte, Zugänglichkeit und besondere betriebliche Anforderungen.
Auf dieser Grundlage erhalten Sie ein nachvollziehbar kalkuliertes Angebot für den vereinbarten Prüfungsumfang.
Je nach Projekt können unter anderem folgende Leistungen berücksichtigt werden:
- Durchführung der vereinbarten elektrischen Prüfungen
- Ersterfassung und Kennzeichnung von Betriebsmitteln
- Übernahme vorhandener Inventar- oder Gerätedaten
- strukturierte Dokumentation der Prüfergebnisse
- Planung mehrerer Standorte
- Abstimmung besonderer Betriebs- oder Abschaltzeiten
So ist vor Beginn des Projekts möglichst transparent, welche Leistungen Bestandteil des Angebots sind.
Warum unterscheiden sich auch die Prüfintervalle und damit die langfristigen Kosten?
Bei betrieblich genutzten Arbeitsmitteln legt der Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung Art und Umfang erforderlicher Prüfungen sowie die Fristen wiederkehrender Prüfungen fest. Die Fristen sind so zu wählen, dass die Arbeitsmittel bis zur nächsten Prüfung sicher verwendet werden können.
Auch die DGUV Vorschrift 3 verlangt Prüfungen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel vor bestimmten Inbetriebnahmen beziehungsweise Änderungen sowie in bestimmten Zeitabständen.
Dadurch können sich Prüfintervalle und damit auch die langfristigen Prüfkosten je nach Unternehmen und Einsatzbedingungen unterscheiden.
Häufig gestellte Fragen
Die Kosten lassen sich nicht mit einem einheitlichen Pauschalpreis angeben. Sie hängen insbesondere von Anzahl und Art der zu prüfenden Betriebsmittel und Anlagen, der Zugänglichkeit, den Standortbedingungen, dem erforderlichen Prüfaufwand sowie dem gewünschten Dokumentationsumfang ab. Deshalb wird ein belastbares Angebot anhand des konkreten Prüfprojekts kalkuliert.
Zu den wichtigsten Faktoren gehören die Anzahl der Prüflinge, deren Art und Zugänglichkeit, die Prüfumgebung, Anzahl der Standorte, eine mögliche Ersterfassung oder Inventarisierung sowie besondere betriebliche Anforderungen wie Schichtbetrieb oder notwendige Abschaltzeiten.
Ein einheitlicher Preis pro Gerät ist nur eingeschränkt aussagekräftig, weil sich der Prüfaufwand je nach Betriebsmittel deutlich unterscheidet. Ein leicht zugängliches Bürogerät benötigt einen anderen Prüfaufwand als beispielsweise ein Betriebsmittel in einer Produktionsanlage oder eine ortsfeste elektrische Verteilung.
Eine bereits vorhandene und aktuelle Geräteerfassung kann den organisatorischen Aufwand bei Wiederholungsprüfungen reduzieren. Ob die Prüfung dadurch insgesamt günstiger wird, hängt jedoch vom aktuellen Gerätebestand, der Prüfumgebung und dem erforderlichen Prüfaufwand ab.
Hilfreich sind insbesondere die ungefähre Anzahl und Art der zu prüfenden Geräte und Anlagen, die Anzahl der Standorte, vorhandene Bestands- oder Inventarlisten sowie Informationen zu Zugänglichkeit, Betriebszeiten und besonderen organisatorischen Anforderungen.
Zusätzlicher Aufwand kann beispielsweise entstehen, wenn Geräte nicht zugänglich oder auffindbar sind, eine erstmalige Inventarisierung erforderlich ist, weitere Standorte hinzukommen oder besondere Betriebs- und Zugangsbedingungen berücksichtigt werden müssen. Welche Leistungen enthalten sind, sollte deshalb bereits im Angebot möglichst transparent festgelegt werden.