Überprüfung elektrischer Geräte in der öffentlichen Verwaltung sowie Schulen günstig

Erstprüfung ist die erstmalige Prüfung von elektrischen Maschinen, Geräten und Anlagen auf die zweckmäßige Verwendung und Aufstellung sowie Funktionstüchtigkeit. Die Erstprüfung findet vor der ersten Inbetriebnahme im Betrieb statt. Damit wird die Betriebssicherheit im Unternehmen gewährleistet. Natürlich muss vor dem Verkauf bereits im Betrieb des Herstellers ebenfalls eine Erstprüfung stattfinden, um zu garantieren, dass das Gerät sicher für den Verkauf ist und das Gerät in den Handel gebracht werden kann. Die Erstprüfung im Betrieb des Kunden gilt aber offiziell als „die Erstprüfung“ nach der DGUV V3. Dabei wird zwischen ortsfesten und ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln unterschieden. Erstere sind fix montiert, letztere werden meistens innerhalb des Betriebes oder von einer Baustelle zur nächsten gebracht. Das hängt sowohl von der Branche als auch von der Art der elektrischen Betriebsmittel ab.

Welche Regelwerke kommen zur Anwendung bei der Erstprüfung?

Bei der Erstprüfung wird sowohl eine DGUV Prüfung als auch eine VDE Prüfung (VDE 0701-0702) durchgeführt. Die BGV A3 prüft sowohl nach Normen als auch nach Vorschriften, Gesetzen und Richtlinien. Basis ist jedoch die DGUV Vorschrift 3, die sich mit ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln befasst. Vor der Inbetriebnahme muss gewährleistet sein, dass der Betrieb gefahrlos und sicher funktionieren wird. Darüber hinaus kommt noch die sogenannte „Errichternorm“, die VDE 0113-1, zur Anwendung. Hierbei wird geprüft, ob eine elektrische Maschine nach den Vorgaben und dem Stand der Technik montiert wurde.

Seit 1. Mai 2014 heißt die BGV A3, DGUV V3. Viele Elektrofachkräfte verwenden noch immer die alte Bezeichnung. Es handelt sich dabei aber um dasselbe. Die neue Bezeichnung beruht darauf, dass sich die Berufsgenossenschaften mit den Unfallversicherungsträgern zusammengeschlossen haben. Darüber hinaus trat 2015 die BetrSichV (Betriebssicherheitsverordnung) in Kraft.

Später kommt es dann in regelmäßigen Abständen zu Wiederholungsprüfungen nach der DGUV V3, damit der sichere Betrieb auch weiterhin garantiert ist. Die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel findet immer statt, denn egal, ob es sich um einen Gewerbe-, Handels- oder Industriebetrieb handelt, diese Betriebsmittel kommen so gut wie überall zum Einsatz. Sogar in medizinischen Laboren oder Altenheimen gibt es Drucker, Computer, Waschmaschinen, Bohrmaschinen, Kühlgeräte, etc.

E-Check Prüfaufkleber für eine Erstprüfung

Was ist eine Gefährdungsbeurteilung nach der DGUV V3?

Dabei handelt es sich um eine Beurteilung des Gefährdungspotenzials eines Betriebs und der darin befindlichen ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel. Befinden sich neue Betriebsmittel in einem bereits bestehenden Betrieb und werden diese anlässlich der Erstprüfung geprüft, werden diese natürlich in die Gefährdungseinschätzung miteinbezogen. Die Gefährdungsbeurteilung zeigt auf, wie viele und welche elektrischen Betriebsmittel es gibt, welche Art der Betrieb ist und wie hoch das Risiko ist, dass es zu einem Unfall kommen kann. Diese Einschätzung bildet mehr oder weniger die Basis für die regelmäßigen Prüfkontrollen. Sind die übrigen Geräte schon älter, ist die Gefahr höher, dass es zu einem Kabelbrand, etc. kommen kann. Der E-Check nach der DGUV V3 ist eine der wichtigsten Prüfungen ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel überhaupt.

Warum ist die Erstprüfung so wichtig?

Der Hersteller kann immer etwas übersehen. Das kommt vor. Der Unternehmer haftet für alle Vorkommnisse in seinem Betrieb. Kommt es nach der Inbetriebnahme eines neuen elektrischen Geräts zum Kurzschluss und Brand, haftet dieser, wenn er nicht beweisen kann, dass die Erstprüfung nach der DGUV Vorschrift 3 ohne Befund verlaufen ist. Im Ernstfall ist es eine Frage der Beweismittel und der Beweiskraft. Wie kann der Unternehmer die Erstprüfung beweisen? Auf die DGUV V3 Prüfung gehen wir später noch ein. Die wichtigsten Beweismittel sind das Prüfprotokoll sowie die Prüfplakette, die am Betriebsmittel nach der VDE Prüfung bzw. DGUV Prüfung angebracht werden muss. Das Prüfprotokoll nach der DGUV V3 zeigt das Datum der Prüfung, den Befund, Mängel und Fristen zur Behebung sowie die Unterschrift des Prüfers auf.

Wie läuft die Erstprüfung nach der DGUV Vorschrift 3 ab?

Der E-Check beinhaltet zunächst die Sichtprüfung. Das bedeutet, dass die elektrischen Geräte und Anlagen auf ihre Vollständigkeit, Unversehrtheit sowie richtige Positionierung und Handhabung geprüft werden. Die Elektrogeräteprüfung sieht danach einen Funktionstest vor. Dabei wird überprüft, ob das Betriebsmittel auch richtig arbeitet. Die Elektrogeräteprüfung stellt sicher, dass Handhabung und Bedienung auch zweckgebunden und fachkundig erfolgen. Danach werden die Spannung, der Widerstand (z. B. Isolationswiderstand), etc. gemessen und in das Protokoll bei der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel ebenfalls eingetragen.

Welchen Stellenwert nimmt die Erstprüfung nach der DGUV Vorschrift 3 ein?

Da diese DGUV V3 Prüfung die erste im Betrieb ist, kommt ihr eine besondere Bedeutung zu. Darüber hinaus werden dabei auch die Gegebenheiten vor Ort analysiert, bewertet und fließen die Gefährdungsbeurteilung ein. Diese DGUV V3 Prüfung bildet die Basis für alle Wiederholungsprüfungen. Nach dieser Beurteilung und Einschätzung gestaltet sich die Häufigkeit und die Abstände der nächsten Prüfungstermine.

DGUV V3 Prüfprotokoll für eine Erstprüfung

Tipps rund um die Erstprüfung

Da es bereits ein Protokoll der Erstprüfung vom Hersteller gibt, ist es am einfachsten, dieses anzufragen. Somit ersparen Sie sich die Erstprüfung in Ihrem Betrieb. Handelt es sich um eine fix montierte elektrische Maschine sollte es kein Problem sein, dieses vom Errichter zu bekommen. Üblicherweise wird dieser Usus auch im Kaufvertrag festgehalten.

Halten Sie immer Ihre Bestands- und Wartungspläne griffbereit. Tragen Sie neue ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel, Maschinen und Anlagen nach der DGUV Vorschrift 3 ein, nachdem Sie diese mit einer Nummer versehen haben. Die DGUV V3 Prüfung läuft somit rascher und einfacher ab.

Es ist natürlich auch möglich, selbst eine Prüfung zu verlangen, wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht in Ordnung ist. Lieber einmal mehr als einmal zu wenig, lautet das Motto. Die Betriebssicherheit hat immer Vorrang. Wenn Sie die Prüfung verschieben wollen, ist das grundsätzlich möglich. Die Verschiebung muss aber begründet werden.

Die DGUV V3 Prüfung läuft so schonend wie möglich für den Betrieb ab. Dennoch wird der betriebliche Alltag gestört. Um Zeit zu sparen, ist es wichtig, alle notwendigen Unterlagen (Kaufvertrag, etc.), die der Prüfer bei der Erstprüfung sehen möchte, rasch bei der Hand zu haben. Darüber hinaus sollte auch die Bestands- und Wartungsliste der bereits im Betrieb befindlichen Betriebsmittel bereitliegen.

Fazit

Die Erstprüfung nach der DGUV Vorschrift 3 sorgt dafür, dass keine Betriebsmittel verwendet werden, die nicht in Ordnung ist. Rechtlich ist die Erstprüfung durch den Hersteller auch zulässig, wenn das Protokoll über die DGUV V3 Prüfung vorliegt. Geprüft wird die richtige Aufstellung, Unversehrtheit, fachkundige und zweckentsprechende Verwendung sowie die Funktionstüchtigkeit. Die Erstprüfung trägt entscheidend zur Sicherheit aller im Betrieb befindlichen Menschen bei. Sie sollte daher nicht als Störfaktor gesehen werden.

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