Von elektronischen Geräten und Strom geht im täglichen Umgang allgemein ein gewisses Gefahrenpotential aus. Besonders für Kinder können elektrische Leitungen, Steckdosen, Kabel oder Lampen zu einer Verletzungsquelle werden, die häufig durch die Eltern unterschätzt wird. Doch nicht nur Kinder, sondern auch erwachsene Menschen neigen dazu, die Gefahren zu unterschätzen, die durch die Nutzung von alten Steckdosen oder falsch angebrachten Lampen und Leuchten entstehen können. Hier schafft ein E Check Abhilfe!

Innungsfachbetriebe des Elektrohandwerkes bieten einen sogenannten E-Check an, der dabei hilft, Gefahrenquellen zu identifizieren und somit für mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden, aber vor allem auch im Unternehmen zu sorgen. Überspannungen und Kurzschlüsse können durch fehlerhafte Elektroinstallationen entstehen, aus denen wiederum größere Schäden entstehen und für Menschen sogar lebensbedrohlich werden können. Unangenehmen Überraschungen können durch den Check somit effektiv vorgebeugt werden. Auch teure Kosten für etwaige Reparaturen können so vermieden werden. Darüber hinaus ist im Rahmen des Checks ebenfalls eine Beratung hinsichtlich des Energieverbrauchs und der -effizienz durch einen Elektromeister möglich.

Was wird bei einem Check untersucht?

Alle Geräte im Unternehmen, sei es ein Bürobetrieb oder eine Werkstatt, und die elektrischen Anlagen werden bei dem Check einer anerkannten Prüfung unterzogen. Hierbei wird untersucht, ob der Zustand der Anlagen und Geräte in einem ordnungsgemäßen Zustand laut der VDE Prüfung sind. Wenn bei der Anlagenprüfung festgestellt wird, dass alles in einem unbedenklichen Zustand ist, dann wird dies durch eine Prüfplakette des E-Checks bestätigt. Außerdem gibt es ein detailliertes Protokoll der Anlagenprüfung, in dem alle Erkenntnisse dokumentiert sind. Wenn Mängel gefunden werden, werden diese selbstverständlich auch aufgezeichnet und ein offizieller Hinweis auf potentielle Gefahrenquellen notiert.

Wozu existiert der E Check?

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Elektroinstallationen mit der Zeit stark abgenutzt sind. Fehler bei der Installation, veraltete Verteiler der Sicherungen und schlechte Kontakte sind ein Risikofaktor, die häufig unterschätzt werden. Allerdings können dadurch im Falle eines Schadens Kosten entstehen, die durch eine umfangreiche Prüfung vermieden werden können. Ebenfalls werden die gesundheitlichen Risiken minimiert. Der E-Check macht es möglich, dass eine fachgerechte und detaillierte Prüfung ortsveränderlicher Geräte stattfindet und Fehler, die bei Installationen in Eigenregie immer passieren können, erkannt und eliminiert werden.

Was genau wird im Rahmen des Checks überprüft?

Es handelt sich bei dem Check um eine weitreichende und umfangreiche Prüfung. Hier wird unter anderem eine Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel, Fehlerstromschutzschalter, Personenschutzautomaten und Schutzeinrichtungen der Stromverteilung durchgeführt. Zu den ortsveränderlichen Geräten gehörten zum Beispiel Hi-Fi, Video, Kaffeemaschinen, Bildschirme, Aktenvernichter, Computer, Herde und Kopierer. Darüber hinaus werden bei der Prüfung ebenfalls Konferenztechnik und Präsentationssysteme, sowie Kontroll- und Sicherheitssysteme kontrolliert. Im Rahmen des Checks kontrollieren die Experten darüber hinaus auch die vollständige Technik der Kommunikation sowie alle Geräte, die in einem Büro untergebracht sind, Durch eine erfolgreich verlaufende Prüfung kann gewährleistet werden, dass zum Zeitpunkt der Prüfung alle elektronischen Geräte in einem einwandfreien Zustand sind. Im gewerblichen Kontext wird diese Prüfung durch die DGUV (DGUV V3 für ortsveränderliche Geräte) vorgeschrieben.

E-Check DGUV Vorschrift 3

Durch wen wird der E Check ausgeführt?

Der Check darf nur durch geprüfte und zertifizierte Innungsfachbetriebe durchgeführt werden. Auch die Prüfplaketten dürfen ausschließlich durch diese Experten ausgestellt werden. Die Dokumentation über den Zustand der elektrischen Anlagen und Geräte wird in einem detaillierten Protokoll der Prüfung dokumentiert. Danach erfolgt die Erteilung der offiziellen Plakette des E-Checks. Diese Plakette wird als Nachweis angesehen, dass ein Innungsfachbetrieb eine ausführliche Elektroprüfung durchgeführt hat. Eingeführt hat diesen Check die ZVEH schon im Jahr 1996. Seitdem findet die regelmäßige Durchführung immer häufiger statt.

Diese Vorteile bietet der E Check im Falle eines Schadens

Kommt es zu einem Schaden, dann ist es bezüglich der Haftung entscheidend, ob die elektrischen Geräte und Elektroanlagen in einem sicheren und ordnungsgemäßen Zustand waren. Durch die Durchführung des Checks wird es möglich, potentielle Quellen für Gefahren bereits frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu beheben. Wenn ein Nachweis darüber besteht, dass alle Mängel behoben wurden, bietet dies einen optimalen Schutz gegen unangenehme Überraschungen wie eine Überspannung, einen Stromschlag oder eine Überlastung. Wenn trotzdem ein Schaden eintritt oder es zu einem Zwischenfall kommt, dann kann der zuständigen Versicherung die Dokumentation des E-Checks als Nachweis vorgelegt werden.

E Check bietet eine Vielzahl an Sicherheiten

Wenn bei der Überprüfung der Anlagen nach der DGUV keine Beanstandungen festgestellt werden können, dann bedeutet dies, dass alle Installationen und Geräte im elektronischen Bereich den erforderlichen Aspekten an die Sicherheit geben. Normalerweise bietet der Check also einen Schutz gegen vermeidliche Ansprüche auf Schadenersatz der Versicherungen, die sich häufig auf eine bestehende Teilschuld berufen, wenn es nachweisliche Mängel bei den Elektroinstallationen gab. Wurde ein Mangel oder ein Fehler im Rahmen des Checks festgestellt aber durch einen Fachbetrieb nachweislich behoben, dann können durch das vorliegende Prüfprotokoll komplexe und aufwendige Gutachten gespart werden.

Wie häufig muss der E Check durchgeführt werden?

Es ist empfehlenswert, Anlagen, die ortsfest sind, in einem Abstand von vier Jahren regelmäßig durch einen versierten Fachbetrieb prüfen zu lassen. Es gibt Geräte für den gewerblichen Bereich, die besonders hohe Beanspruchungen aushalten müssen. Hier ist ein individuelles Zeitfenster für die regelmäßigen Prüfungen sinnvoll. Um die individuellen Fristen für die wiederkehrenden Prüfungen zu ermitteln, eignet sich ein Fachbetrieb als kompetenter Ansprechpartner. Bei Anlagen und elektrischen Geräten kann es durch eine Alterung der Komponenten zu einer Störung der Funktionen kommen. Auch, wenn die Installation an sich nicht verändert wurde, können dadurch Schäden an den Geräten und Anlagen entstehen. Durch den Check wird dokumentiert, dass die elektrischen Anlagen und Geräte zum Zeitpunkt der Prüfung den aktuellsten Bestimmungen in Sachen der Sicherheit entsprochen haben.

Müssen Photovoltaikanlagen einem E Check unterzogen werden?

Bei der Prüfung einer Photovoltaikanlage wird der sogenannte E-Check PV durchgeführt. Im Laufe dieses Checks werden eventuell vorliegende Sachmängel kontrolliert und es findet ein Test bezüglich der Effizienz der Anlage sowie eventuelles Potential für Optimierungen statt- Der PV-E-Check darf ebenfalls nur von speziell geschultem und zertifizierten Innungsfachbetrieben des Elektrohandwerks durchgeführt werden. Im Falle eines Schadens ist der Inhaber durch diese Überprüfung auf der sicheren Seite, besonders, wenn durch die Versicherung ein Nachweis angefordert wird, ob eine Sicherheitsprüfung der PV-Anlage in regelmäßigen Abständen erfolgt ist.

E-Check an PV-Anlage

Wie viel Zeit nimmt der E Check in Anspruch?

Wie lange der Check dauert hängt davon ab, wie groß die Anlagen und Geräte, die es zu prüfen gilt, sind und wie viele davon vorhanden sind. Deswegen ist es möglich, dass der Check nur ein paar Stunden in Anspruch nimmt, aber auch mehrere Tage lang dauern kann.

Wird die Überprüfung vor Gericht anerkannt?

Seit dem Jahre 1997 sind auch private Räumlichkeiten und Wohnung nicht mehr von der Pflicht zur Prüfung der elektronischen Anlagen und Geräte ausgeschlossen. Allerdings besteht in dieser Pflicht noch keine explizite Rechtspflicht. Wenn es zu einem Schaden kommt, dann verweisen die Gerichte auf die VDE Geräteprüfung und die damit verbundenen Richtlinien der DGUV: Die Bedeutung des E-Check wächst nicht nur stetig für Wohnungsbaugesellschaften und Eigentümer von Wohnungen, sondern auch für die Mieter der Räumlichkeiten. Durch den Elektro Check wird sichergestellt, dass alle technischen Vorschriften die gelten, eingehalten werden. Vor Gericht kann dies dazu beitragen, dass etwaige Ansprüche auf Schadensersatz zu Gunsten des Versicherungsnehmers abgewiesen werden.

E Check als Teil der DGUV

Das E-Check Prüfsiegel, dass nach der Überprüfung – soweit diese erfolgreich ausgefallen ist – zeigt, dass die Elektrosicherheit der elektrischen Betriebsmittel besteht und diese damit zum Gebrauch und zur Nutzung freigegeben sind. Die Vorschriften, die dafür zugrunde liegen, sind in der DGUV Vorschrift 3 der Unfallversicherungsträger und der Berufsgenossenschaften festgehalten. Diese Vorschrift der DGUV basiert wiederum auf den Normen der VDE.

Der E-Check nach den Prinzipien der DGUV sollte damit überall durchgeführt werden, wo elektrische Anlagen und Geräte betrieben werden, egal, ob es sich um privat oder gewerblich genutzte Räumlichkeiten handelt.

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